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So kennt es jeder Landmensch: ein Nest mit Hühnereiern

Die Eier, die ich hier behandle, sind diejenigen des Geflügels, in erster Linie des Huhns, auch z. B. der Wachtel oder der Gans.

Die Frage, ob zuerst das Huhn oder zuerst das Ei war, haben wir Biologen lange beantwortet, denn Eier gab es lange, bevor Hühnervögel die Erde bevölkerten, viele Insekten und Fische legen Eier. Nebenbei bemerkt, sind die Eier – der Rogen – mancher Fische ebenfalls essbar, diejenigen der Barben sind allerdings giftig.

Wenn wir selber Hühner haben und sie auf dem Land herum laufen, haben wir die besten Eier. Wir müssen uns dann nicht um Antibiotika und Hormone in den Eiern sorgen. Auch um Energieverbrauch zum Hertransport brauchen wir uns nicht zu sorgen.

Wenn wir die Schalen auf den Kompost geben, ist es ratsam, sie gut zu zerkleinern, damit sie besser unter die organische Materie gemischt werden. Wir können sie auch den Schweinen verfüttern, Schweine und auch Hunde fressen Eier mit Schalen.

Um Eier zu kochen, müssen wir nicht lange Zeit das Feuer anlassen. Es reicht, dass Wasser aufkochen zu lassen, das Feuer auszuschalten und die Eier im heißen Wasser liegen zu lassen. Dass das Wasser nicht zu schnell abkühlt, können wir den Deckel drauf lassen.

Inhaltsstoffe:

An essenziellen Aminosäuren reiche Proteine, Fett mit vor allem ungesättigten Fettsäuren (darunter die Omega-3-Fettsäure Linolensäure), Lecithin, Cholesterin, Vitamine des B-Komplexes, Carotin, Eisen, Magnesium, Kalium, Calcium.

Dotter: Vitamin D (nur falls die Vögel Ultraviolettlicht B bekommen haben, im Allgemeinen, wenn sie im Sonnenlicht laufen durften).

Schale: Kalk (Calciumkarbonat)

Es muss nicht immer vom Huhn sein: ein gekochtes Wachtelei

Gesundheitswert:

Das Ei ist sehr nahrhaft und hat unter allen Nahrungsmitteln die beste Zusammensetzung der Aminosäuren.

Das Eigelb ist eine gute Quelle von Vitamin B12 und ist damit wirksam gegen Anämie.

Dank dem Vitamin B5 wirkt das Ei gegen Migräne und Stress.

Das Ei fördert die Gesundheit der Haut, der Haare und der Finger- und Zehennägel. Deshalb geben manche Leute es den Hunden.

Wegen des Cholins und der Folsäure sind Eier eine gute Nahrung für schwangere Frauen, sie fördern die Entwicklung des Nervensystems des Fötus.

Omelett mit Kartoffeln, genauer gesagt: eine spanische Spezialität: Tortilla mit Kartoffeln, „tortilla española“

Zubereitungen:

Spiegelei oder Rührei.

Gekochte Eier, auch als Zutat zum Salat.

Rohe Eier mit Vorsicht.

Omelett oder Tortilla (im Sinne Spaniens, nicht Hispanoamerikas) mit verschiedenen Zutaten, zum Beispiel Kartoffeln.

Zutat in Kuchen, Tiramisú oder hausgemachter Mayonnaise.

Geschlagenes Eiweiß für Pudding, Meringe oder Mousse.

Medizinische und kosmetische Anwendungen:

Äußerlich wird das Eiweiß auf Falten in der Umgebung der Augen verwendet.

Eigelb ist ein gutes Shampoo zur Haarreinigung, auch wirksam gegen Kopfschuppen.

Die frische Schale ist antiseptisch und kann mit der Innenseite auf Wunden gelegt werden.

Das Eiweiß ist wundheilend.

Das Innenhäutchen kann man über die Haut spannen, beim Trocknen zieht es sich zusammen, zum Beispiel zum Herausziehen von Spreißeln oder zum Ausdrücken von Furunkeln.

Geschlagenes Eiweiß

Gegenanzeigen und Warnungen:

Die Schale ist durchlässig für einige Krankheitserreger (zum Beispiel Salmonellen), so sollte man ältere Eier nicht roh essen.

Für Babies sind Eier kein angemessenes Nahrungsmittel.

Es gibt Menschen mit einer Allergie gegen Eier.

Es ist zu empfehlen, Eier aus Massentierhaltung zu meiden, sowohl aus ethischen als auch aus gesundheitlichen Gründen.

Eiweiß auf Wunden oder Verbrennungen zu tun, ist ein zweischneidiges Schwert, denn einerseits beobachtet man gute regenerative Eigenschaften, andererseits ist es ein gutes Substrat für pathogene Bakterien, was Entzündungen fördern kann.

In vergangenen Jahrzehnten gab es eine Panik wegen des Cholesterins, aber diese basierte auf Industrieinteressen, man muss beim Eieressen nichts Diesbezügliches fürchten.

Auch Enteneier sind essbar

Namen in anderen Sprachen:

(en.) egg, (port.) ovo, (span.) huevo, (fr.) œuf, (rätoroman.) iev, (it.) uovo, (ru.) яйцо


Auch Gänse legen essbare Eier

Nicht nur an Ostern können Hühnereier sehr unterschiedlich gefärbt sein

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