Kräuter- und Früchtetee

Kräuter- und Früchtetee

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Tee aus Kiefernnadeln und anderem

Viele Menschen wissen nicht, wie leicht es ist, einen Kräuter- oder Früchtetee zu bereiten. In meinem Fall ist es das Getränk, das ich am meisten trinke, oft aus Wildpflanzen.

Aber ich nehme auch Kulturpflanzen, manchmal aus eigener Produktion. Ich nutze auch Obstreste wie Orangenschalen oder das Kerngehäuse eines Apfels.

Im Gemüsebau verwendet man ebenfalls Teeaufgüsse, ähnlich wie Absude, als Insektizide.

Wie macht man nun einen Tee?

Wenn er medizinischen Zwecken dienen soll, kann die Dosierung wichtig sein, auch die Zeit, die man ihn ziehen lässt.

Wenn er nur dem Durstlöschen dient, richtet man sich nach dem Geschmack. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass auch die zur Wasserversorgung genutzten Tees ihre Wirkungen haben, Rosmarin ist anregend, Lavendel beruhigend, um zwei Beispiele zu nennen. Deshalb ziehe ich Rosmarintee am Morgen vor, Lavendeltee am Abend.

Das Wasser bringt man in einem abgedeckten Topf zum Sieden. Wenn es siedet, schaltet man das Feuer aus und gibt die Pflanzen hinein. Einige Pflanzenteile (wie Johannisbrot, Ingwer, Orangenschale oder Stevia) kann man schon vorher ins kalte Wasser geben. Dann bedeckt man den Topf.

Es kann sinnvoll sein, die Pflanzen zu zerkleinern, insbesondere wenn man die Menge mit einem Löffel messen muss.

Wie lange du den Tee ziehen lässt, ist deinem Geschmack anheimgestellt. Du kannst die Kräuter drin lassen, bis du ihn trinkst. Wenn du bei einem bestimmten Tee die Erfahrung machst, dass er nach einer Zeit zu intensiv wird, nimmst du die Kräuter in Zukunft früher heraus. Bei Heiltees kann das Rezept allerdings eine bestimmte Zeit fordern, die der Tee ziehen sollte.

Man gießt den Tee durch ein Sieb oder, wenn es große Pflanzenteile sind, nimmt man sie einfach heraus. Einige Pflanzen kann man auch im Tee lassen, bis man ihn trinkt.

So kennen viele den Tee: in Beuteln, es geht aber auch anders

Wenn der Tee beim Erkalten eine Schicht aufweist, die nach Öl aussieht, muss man sich keine Sorgen machen, das ist ätherisches Öl.

Einige Heilwirkungen gehen selbstverständlich beim Erhitzen verloren; wir machen keinen Tee, wenn wir die Enzyme der Pflanzen brauchen, in dem Fall können wir kalte Mazerate bereiten.

Wenn der Tee einmal abgekühlt ist, sollte man ihn besser nicht allzu viel wieder erhitzen, da er an Wirkungen verliert. So können ätherische Öle verdunsten, ein wieder erhitzter Minzentee hat nicht mehr viel von der Minze. Besser kalt oder lauwarm trinken (es sei dann, man trinkt ihn zum Aufwärmen und nicht sosehr wegen der Heilwirkungen).

Eine Methode, einen Tee mehrere Tage aufzubewahren, ist die Bereitung von Kombucha.

Natürlich kann man auch Tee aus Beuteln machen. Aber das sollte die letzte Option sein. Gebrauchte Teebeutel aus Papier dürfen auf den Kompost (nicht als Schweinefutter zu gebrauchen), Plastikbeutel natürlich nicht. Besser ist es immer, sie aus frischen oder aus losen trockenen Kräutern zu machen. Oft sind die Wirkungen einer frischen und einer trockenen Pflanze etwas unterschiedlich.

Hier ein paar Vorschläge für Zutaten zu Kräuter- und Früchtetees:

Anis

Apfelreste

Baldrian

Bärentraube

Bärwurz

Bergminze

Blutwurz

Brennnessel

Brombeerblatt

Buchweizen

Dost

Echtes Labkraut

Eibisch

Fenchel

Fichte

Frauenmantel

Gänsedistel

Hafer

Hagebutte

Heidekraut

Heidelbeere

Hirtentäschel

Holunderblüte

Hopfen

Huflattich

Ingwer

Johannisbrot

Johanniskraut

Kakaoschale

Kamille

Kardamom

Klatschmohn

Klettenlabkraut (Amor de hortelano)

Kohl

Kopfthymian

Lavendel

Lindenblüte

Lorbeerblatt

Löwenzahn

Mais

Malve

Mariendistel (Cardo mariano)

Mate

Meerfenchel

Meerrettichbaum

Mistel (Muérdago)

Möhrenblätter

Mutterkraut (Matricaria)

Mutterwurz

Myrte

Ölbaum

Orangenschale und -blüte

Pfefferminze

Pinie (Pino piñonero)

Pomeranze

Quendel

Raute (Ruda)

Ringelblume

Römische Kamille (Manzanilla romana)

Rosmarin

Rose

Salbei

Schafgarbe

Schlafbeere

Speierling

Sternanis

Stevia

Strauchpappel

Strohblume (Siempreviva)

Süßholz

Tannennadeln

Teestrauch

Thymian

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