Löwenzahn

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Blühender Löwenzahn, wie man ihn kennt

Löwenzahn (Kuhblume; Taraxacum officinale; Cichoriaceae)

Der Löwenzahn ist ein mehrjähriges Kraut, hat gelbe Körbchen mit Involukrum, dessen äußere Blätter nach unten geknickt sind. Er ist auf stickstoffreichen Wiesen häufig, ursprünglich aus Europa, heute über die gesamte Erde verbreitet.

Die Blätter sind essbar, etwa in Salaten. Auch die Stängel sind essbar, aber sehr bitter. Früher hielt man die Stängel wegen ihres weißen Milchsaftes für giftig, doch das sind sie nicht.

Man kann aus der gesamten Pflanze oder zumindest der oberirdischen Teilen einschließlich der Blüten Tees machen.

Die Wurzel kann man zerkleinern und rösten, danach kann man ein kaffeeartiges Getränk machen, das aber nicht dieselben Wirkungen hat.

Zusammensetzung:

Inulin, Schleime, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Alkaloid Taraxacin, Beta-Carotin (Provitamin A), Eisen, Kalium.

3% Proteine, 0,6% Fette, 6% Kohlenhydrate, 3% Ballaststoffe.

Im Frühling haben die Wurzeln am meisten Bitterstoffe, im Hochsommer haben sie reichlich Inulin.

Er ist eine der Pflanzen mit dem höchsten Eisengehalt.

Fettwiese mit viel Löwenzahn

Gesundheitswert:

Der Löwenzahn reinigt das Blut, daher ist er wirksam bei Akne und Schuppenflechte.

Außerdem ist er harntreibend und daher gegen Rheuma brauchbar.Er ist bitter, galletreibend, appetitfördernd und regt die Leber an.

Er wirkt gegen Verstopfung und ist (wegen des Inulines) präbiotisch.Er regt die Milchproduktion stillender Mütter an.

Er verbessert die Sicht.

Man nutzt ihn gegen Eisenmangel.

In der letzten Zeit schreiben einige dem Löwenzahn ein Potenzial gegen Krebs zu, aumindest kann man ihn ohne großes Risiko ausprobieren.

Kinder haben oft ihren Spaß daran, die Früchte mit den „Schirmchen“ (Pappi) fortzublasen; daher nennt man den fruchtenden Löwenzahn auch Pusteblume.

Zubereitungen:

Tee aus den Blättern, am besten frisch (auch mit Blüten und Stiel).

Aufguss aus zerkleinerten Wurzelstücken („Löwenzahnkaffee“).

Frische Blätter im Salat.

Löwenzahnhonig.

Und wenn das Köpfchen verblüht ist, entsteht die Pusteblume

Gegenanzeigen und Warnungen:

Wer gegen Korbblütler allergisch ist, darf den Löwenzahn nicht nutzen.

Löwenzahn kann Nebenwirkungen wie Magenschmerzen und Durchfall haben.

Bei Nierenverstopfung ist diese Pflanze nicht zu empfehlen.

Bei Diabetes kann der Löwenzahn mit Medikamenten wechselwirken, so sollte man vor der anwendung mit dem Arzt sprechen.

Manchmal wird gesagt, der Stiel mit dem Milchsaft sei giftig; das ist ein Gerücht, das sicher darauf zurückgeht, dass einige andere Pflanzen mit weißem Milchsaft giftig sind; derjenige des Löwenzahns ist es nicht, er verleitet auch nicht unbedingt dazu, ihn in großen Mengen zu konsumieren.

Blätter und Köpfchen

Namen in anderen Sprachen:

(cat.) lletsó d’ase, lllicsó de burro, queixals de vella, pixallits, xicoina d’ase, xicoia, (gal.) mexacán, (eusk.) txikoria-belar, sorgin-belar, (pt.) dente-de-leão, (fr.) pissenlit, (it.) tarassaco, (in.) dandelion, (al.) Löwenzahn, Kuhblume, (ru.) одуванчик

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