Mist

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Ziegenmist

Beim Mist handelt es sich um den Kot der Nutztiere (z. B. Rinder, Pferde, Ziegen, Schafe, Esel, Hühner). Der Ausdruck wird bevorzugt für die Ausscheidungen in ihrer Verwendung als Dünger genutzt, oft ein paar Monate lang mit Stroh verkompostiert. Das Stroh erhöht das C/N-Verhältnis (Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff) und die Kationenaustauschkapazität, was den Verlust von Nährstoffen in den Boden und ins Grundwasser reduziert. Selten nutzt man menschliche Ausscheidungen als Dünger.

Die flüssige Form ist die Gülle, auch Flüssigmist genannt, das Gemisch von Mist und Jauche.

Inhaltsstoffe:

Die Zusammensetzung des Mistes variiert stark mit der Tierart und der Ernährung, ist außerdem vom Grad der Verkompostierung und von der Behandlung abhängig.

Reste organischer Substanz, Stickstoff in pflanzenverfügbarer Form, andere Elemente wir Kalium und Phosphor (dieser Letztere vor allem bei Mischung mit Urin)

Im Falle der Vögel ist der Kot schon bei der Ausscheidung mit dem Urin gemischt, was in der Kloake geschieht. Die Mischung enthält viel Harnsäure (die im Urin der Säugetiere in geringerer Menge auftritt).

Der Kot von Ziege und Schaf enthält etwa 1% Stickstoff, derjenige von Rind und Pferd etwa die Hälfte, derjenige von Geflügel und Schwein um die 2%.

Der Mist von Ziege und Schaf hat eine ausgewogene Zusammensetzung; derjenige des Pferdes gibt dem Boden viel Struktur, aber relativ wenig Nährstoffe, es ist gut, ihn mit Rindermist zu mischen; Rindermist ist sehr feucht und wird am besten mit Stroh oder Pferdemist gemischt; Geflügelmist ist stark konzentriert, man muss ihn unbedingt mit anderen Stoffen mischen, sei es mit anderem Mist oder mit Kompost aus der Küche.

Kuhfladen

Nutzungen und Gesundheitswert:

Die Hauptverwendung ist diejenige, dass man den Mist nach einer Ruhezeit von mehreren Monaten, oft mit Stroh gemischt, manchmal mit Urin, als Dünger auf die Felder ausbringt, vor allem in der biologischen Landwirtschaft meist unverzichtbar, aber nicht auf diese beschränkt.

In einigen Gebieten wird Mist von Rinderartigen (Rind, Büffel, Yak) als Brennmaterial verwendet.

Hirten stecken manchmal ihre nackten Füße in Kuhfladen, um sie zu wärmen.

Der Kontakt von Landkindern mit dem Mist und den darin enthaltenen Krankheitserregern muss ein bedeutender Faktor sein, der bei der Entwicklung eines gesunden Immunsystems hilft und dazu führt, dass Landkinder weniger Allergien haben als Kinder aus hygienischerem Umfeld.

Misthaufen

Gegenanzeigen und Warnungen:

Frischer Mist kann als Dünger aggressiv sein, es ist wichtig, ihn kompostieren zu lassen.

Geflügel- und Schweinemist ist sehr konzentriert und darf nicht unvermischt verwendet werden.

In den Ställen ist es wichtig, eine kühle Temperatur und einen trockenen Boden (zum Beispiel mit Stroh oder Sägespänen) zu halten, um Stickstoffverlust in Form von Ammoniak zu vermeiden; die kühle Temperatur ist insbesondere in Milchviehställen wichtig, um die notwendige Hygiene zu halten.

Die Nutzung von Mist für Kohl kann die Kohlhernie fördern.

Da Mist Krankheitserreger enthält, ist es wichtig, sich nach dem Kontakt zu waschen.

Beim Melken der Tiere muss man dafür sorgen, dass die Milch nicht in Kontakt mit dem Mist kommt, der manchmal an den Eutern klebt.

Menschlicher Mist wird manchmal als Dünger verwendet, aber das muss mit großer Vorsicht geschehen wegen der möglichen Krankheitserreger.

Bei der Verwendung von Mist als Brennmaterial sollte man bedenken, dass dies auf die Dauer zu einem Nährstoffverlust der Böden führen kann.

Pferdeschlitten zum Ausbringen von Mist

Namen in anderen Sprachen:

(en.) manure, dung, (pt.) esterco, (span.) estiércol, (fr.) fumier, (rätoroman.) grascha, (it.) sterco, (ru.) помёт, (lat.) STERCVS

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