Molke

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Ziegenmolke

Wenn man Käse macht, scheidet sich die eingedickte Milch in Käse und Molke, in gewissen Fällen Schotte oder Sirte genannt.

Wenn man ein Enzym zur Gerinnung verwendet (Lab), ist es Süßmolke, wenn man Sauermilch verwendet, entsprechend Sauermolke. Süßmolke wird in wenigen Stunden sauer und ungenießbar (kann aber immer noch an Schweine verfüttert werden).

Süßmolke kann man frisch trinken, aber sie ist schwer haltbar zu machen. Im KÜhlschrank kann man sie ein paar Tage lagern. Es gibt ein patentiertes Verfahren zur Haltbarmachung, deshalb wird dieses Getränk, das es an sich im Überfluss gibt, so teuer verkauft.

Frische Molke ist sowohl innerlich als auch äußerlich auf der Haut gesund. Aber was macht man mit den Hunderten von Litern, die in professionellen Käsereien anfallen, wenn man die Molke nicht konservieren kann? Oft verwendet man sie zum Mästen von Schweinen, gelegentlich auch von Kälbern. So ist das Fleisch ein Nebenprodukt der Käseproduktion. Das Fleisch von Schweinen, die auf der Alp (Alm) gelebt haben, hat einen guten Ruf, es hat nicht viel gemein mit dem Fleisch der Schweine, die ihr ganzes Leben in Fabriken zugebracht haben, ohne je das Sonnenlicht zu sehen.

Es ist wichtig, dass die Schweine nur entweder frische oder gesäuerte Molke bekommen, denn ein Wechsel kann Durchfall bewirken. Da man bei der Gabe von frischr Molke nicht immer vermeiden kann, dass ein Teil sauer wird, ist es das einfachste, ihnen gesäuerte Molke zu geben.

Rest von Molke im Käsekessel

Zusammensetzung:

Molke enthält die Inhaltsstoffe der Milch außer des Kaseins: Wasser, Fett, Molkeneiweiße (Laktalbumin, Laktoglobulin, Immunglobulin; mit allen essentiellen Fettsäuren), Laktose, Calcium, Phosphor, Magnesium, Vitamin E, Vitamin A (in der Kuhmolke als Provitamin, in der Ziegenmolke als Vitamin), Vitamin D, verschiedene B-Vitamine.

Sauermolke enthält Milchsäure und entsprechend weniger Laktose; und sie enthält mehr Mineralien als Süßmolke, vor allem Calcium.

Wenn man Ziger (Ricotta) macht, enthält die Molke keine Proteine mehr, auch nicht die Molkenproteine.

Gesundheitswert:

Wegen ihres hohen Mineraliengehaltes ist Molke remineralisierend.

Sie reinigt und entgiftet den Körper, sie hilft zu einer guten Funktion der Leber und verhindert Arthrose und Rheuma.

Sie ist immunstimulierend.

Sie hilft Übergewichtigen, Gewicht zu verlieren.

Da die Molke Bakterienkulturen enthält, wirkt sie in Abhängigkeit von den Bakterien probiotisch; sie fördert eine gute Darmflora, stimuliert die Darmperistaltik und wirkt gegen Verstopfung.

Hand in Molke

Bei äußerlicher Anwendung pflegt sie die Haut, zum Beispiel gegen raue Hände.

In der Viehhaltung nutzt man sie zum Mästen von Schweinen, gemeinsam mit Getreiden oder einem speziellen Molkenzusatzfutter.

Zubereitungen:

Frische Molke trinkt man so, wie sie anfällt.

Ziger aus erhitzter Molke mit Säurezugabe (bei Ziegenmilch ohne Säurezugabe).

Mischung aus Molke und Essig zum Spülen von Geschirr.

Wo Käse hergestellt wird und große Mengen Molke anfallen, kann man sich darin baden.

Auch verwendet man die Molke beim nächsten Käsen, um die vorhandenen Bakterien weiter zu nutzen (Sirtenkultur).

Pferd beim Trinken von Molke

Gegenazeigen und Warnungen:

Im Fall von Laktioseintoleranz muss man Molke (in innerlicher Anwendung) meiden.

Süßmolke ist nur wenige Stunden nach ihrer Gewinnung genießbar.

Wenn man Schweine mit Molke ernährt, ist gut zu wissen: Wenn man zwischen süßer und saurer Molke abwechselt, bekommen sie Durchfall; wenn man schwer vermeiden kann, dass ein Teil sauer wird, gibt man am besten nur gesäuerte Molke.

Namen in anderen Sprachen:

(en.) whey, (port.) soro de leite, lactosoro, (span.) suero de leche, lactosérum, (fr.) petit-lait, lactosérum (rätoroman.) scharun, (it.) siero di latte, (ru.) молочная сыворотка

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