Ökologische Landwirtschaft

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Frisch gepflanzter Blumenkohl in einer biologischen Gemüsegärtnerei

Man spricht von ökologischer oder biologischer Landwirtschaft (in manchen Sprachen auch: organischer Landwirtschaft), wenn bestimmte Richtlinien erfüllt sind. Die Europäische Union hat Richtlinien erstellt. Es gibt aber auch Anbauverbände, die dafür eigene Richtlinien erstellt haben. Wenn ein Landwirt die Richtlinien erfüllt, kann er ein Zertifikat bekommen. Dabei handelt es sich um gesetzlich geschützte Bezeichnungen, unter denen man dann die Produkte verkaufen darf. Das Etikett gibt den Kunden eine gewisse Sicherheit.

Die Richtlinien schließen selbstredend den ökologischen (oder biologischen) Gemüsebau und die ökologische (oder biologische) Tierhaltung mit ein.

Beachten wir: Die Begriffe „ökologisch“ und „biologisch“ haben hier Sonderbedeutungen, denn im eigentlichen Wortsinn ist ja jede Landwirtschaft ein Zusammenspiel ökologischer und biologischer Prozesse.

Wenn wir aber nur zur Selbstversorgung produzieren, brauchen wir kein Etikett. Dann brauchen wir keine Kontrolle zu bezahlen und können die Richtlinien nach unseren Vorstellungen abwandeln. Wir können aber dennoch von den Richtlinien Anregungen bekommen.

Zur Frage, ob Produkte aus biologischer Erzeugung gesünder sind, gibt es endlose Debatten, da es nicht so leicht ist, das zu zeigen. Der Wert für die Umwelt ist dagegen unbestreitbar (wenn auch nicht in jeder Einzelheit). So konzentriert sich eine umweltbewusste Ernährung auf möglichst lokale Produkte ökologischer Erzeugung.

Ein guter Dünger für biologisches Gemüse: Ziegenmist

In der biologischen Landwirtschaft verwendet man keine chemisch-synthetischen Dünger. Man verwendet – zumindest bei großflächigem Anbau – in der Regel verkompostierten Mist. Daher hängen biologischer Ackerbau und biologischer Gemüsebau in der Regel von Tierhaltung ab.

Viele, aber natürlich nicht alle Pestizide sind verboten. Es werden andere Methoden genutzt, die Schädlinge zu bekämpfen.

In vielen Ländern sind alle Herbizide verboten, andere erlauben einige. Die Verwendung von genmanipulierten Organismen ist grundsätzlich verboten.

In der ökologischen Nutztierhaltung gibt es Richtlinien zur Ernährung der Tiere und zur Mindestfläche, die jedes Tier zur Verfügung haben muss. Massentierhaltung ist also unter dem Siegel der biologischen Landwirtschaft nicht möglich. Die Anwendung vorbeugender Antibiotika ist nur in denjenigen Sonderfällen zulässig, wenn sie gesetzlich vorgeschrieben ist.

Der Acker muss nicht unbedingt wie hier mit dem Ochsengespann umgepflügt werden, es darf auch mit dem Traktor geschehen, wenn es machbar ist

In der biologischen Imkerei kann man natürlich nicht immer kontrollieren, auf welchen Geländen die Bienen Nektar sammeln. Aber es gibt Richtlinien zur Behandlung im Bienenstock, etwa bei der Bekämpfung gewisser Krankheiten und Schädlinge.

Wir können von Biolandwirten lernen, wie man Schädlinge bekämpfen kann, wie man düngen kann, wie man die Krankheiten der Tiere bekämpfen kann. Sprechen wir mit ihnen!

admin

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