Pollen

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Pollen zum Essen bereit

Die Pollenkörner sind die männlichen Gametophyten der Samenpflanzen. Für Nichtbiologen klingt das merkwürdig, es reicht, zu wissen, dass die Pflanzen sie produzieren, damit das genetische Material einer Pflanze sich mit demjenigen einer anderen Pflanze vereinigen kann.

Die weiblichen Bienen (bei den sozialen Arten die Arbeiterinnen) sammeln Pollen verschiedener Pflanzen für ihre Jungen, die Proteine brauchen.

Der verwendete Pollen (auch tautologisch „Blütenpollen“ genannt) wird aus der Sammlung der Honigbiene genommen. Man isst ihn, ihm werden etliche gesundheitliche Werte nachgesagt, im Allgemeinen nicht wissenschaftlich belegt.

Inhaltsstoffe:

Die Zusammensetzung des Pollens hängt im Einzelnen von der Pflanzenart ab, aber man kann einige allgemeine Inhaltsstoffe nennen

Kohlenhydrate (vor allem viele Pektine), Proteine, Enzyme, Beta-Carotin, B-Vitamine, Rutin, Quercetin, Calcium, Magnesium, Phosphor.

Honigbiene mit Pollensäckchen

Gesundheitswert:

Pollen stimuliert gegen körperliche und geistige Ermüdung.

Er stärkt die Abwehrkräft gegen Krankheiten; man empfiehlt ihn im Fall von Stress oder Nervosität und in Situationen, die Kraft erfordern, wie in Schwangerschaft und Stillzeit.

Er hat euphorisierende und antidepressive Wirkungen.

Er reduziert eine Prostataentzündung.

Er ist oxidationshemmend und entzündungshemmend.

Er fördert die Bildung roter Blutkörperchen und wirkt damit gegen Anämie.

Er reguliert die Verdauung (sowohl gegen Durchfall als auch gegen Verstopfung) und die Funktion der Leber.

Man verwendet ihn gegen Impotenz.

Es gibt gewisse Variationen je nach Pflanze, der von Honigbienen gesammelte Pollen ist eine Mischung.

In einigen Fällen ist eine regelmäßige Polleneinnahme wirksam gegen eine Pollenallergie, obwohl das nicht immer erfolgreich ist.

Zubereitungen:

Im praktischen Gebrauch nimmt man den Pollen, der von Honigbienen gesammelt wurde. Obwohl es sich nicht um ein eigentliches Bienenprodukt handelt, wird er doch gemeinhin unter diesen mitbehandelt. Man muss ihn von Fremdkörpern reinigen und zum Lagern trocknen.

Man isst ihn einfach so oder man mischt ihn unter Speisen, etwa ins Müesli.

Etwas Pollen ist auch im Honig vorhanden.

Wenn man Blüten isst oder Tee aus ihnen macht, verschluckt man etwas Pollen.

Gegenanzeigen und Warnungen:

Den Pollenallergikern wird bisweilen empfohlen, keinen Pollen zu essen, obwohl man beobachten sollte, gegen welchen Pollen man allergisch ist, der Pollen der Bienen ist nicht derselbe wie der, der vom Wind verweht wird und Allergikern das Leben schwer macht.

Es ist nicht ratsam, Pollen von Bienen zu verwenden, die nahe bei großen Straßen oder anderen Verschmutzungsquellen fliegen.

Namen in anderen Sprachen:

(en., fr.) pollen, (port.) pólen, (span.) polen, (it.) polline, (ru.) пыльца

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