Ressourcenverschwendung in der Nutztierhaltung

Ressourcenverschwendung in der Nutztierhaltung

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Schafe in der Landschaftspflege

Manche Leute sagen, dass die Nutztierhaltung Ressourcenverschwendung ist.

Sie zitieren dann, ohne sie zu verstehen, Zahlen darüber, wie viel Energie und Protein bei dem Umweg übers Tier verloren geht. Ja, das ist erst einmal richtig. Falls die Tiere ständig im Stall sind und Nahrungskonkurrenten des Menschen sind, also in der Massentierhaltung, ist das unbestreitbar richtig.

Aber lasst uns das gesamte Ökosystem landwirtschaftlicher Betrieb anschauen, das komplexer ist als solche naiven Vereinfachungen. Wenn die Tiere den größten Teil ihrer Nahrung selber suchen, gar noch in Gelände, das für Ackerbau ungeeignet ist, sind diese Ziffern höherer Blödsinn. Wer von uns will das Gras auf der Weide selber essen? Und wer will den Treber essen, der bei der Bierproduktion anfällt? Und wenn das Weidevieh dann im Stall steht, werden Nebenprodukte wie Wärme und Mist genutzt. Ganz zu schweigen von den wertvollen Ökosystemen der Extensivweiden.

Die Menschen hätten doch nicht jahrtausendelang Nutztierhaltung betrieben, auch in Mangelzeiten, wenn sie Ressourcenverschwendung wäre. Ist es nicht unglaublich hochnäsig, wenn wir, die wir uns in einer Wohlstandsgesellschaft den Luxus der Massentierhaltung erlauben, deren schlechtes Ressourcenmanagement auf jahrtausendealte Hirtenkulturen projizieren? Besser thematisieren wir mal die Ressourcenverschwendung in der industriellen Landwirtschaft und auch in der Verarbeitung, der Verpackung und dem Transport der Nahrung!

admin

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