Umweltfreundliche Ernährung

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Salat in einem biologischen Gemüsebetrieb

Selbstverständlich gibt es keine klare Definition einer umweltfreundlichen Ernährung. Aber immerhin gibt es Definitionen für eine ökologische Produktion.

Außer der ökologischen Produktion haben umweltbewusste Konsumenten ergänzende Ideale. Ein wichtiger Punkt bei der umweltbewussten Ernährung ist eine Fokussierung auf lokale Produkte der Saison. Eine andere ist eine Bevorzugung loser Produkte oder solche mit möglichst wenig Verpackung, im Zweifelsfall eher aus Papier als aus Plastik. Man sollte im Laden auch keine Plastiktüten annehmen. Auch ist es gut, wenn die meisten Produkte wenig verarbeitet sind.

Vor allem, wenn wir auf dem Land leben, können wir einen Teil unserer Produkte in Selbstversorgung gewinnen. Aber das muss ich euch ja nicht sagen, wenn ihr schon hier angekommen seid. Wir können auch die Möglichkeiten nutzen, ab Hof zu kaufen. Das gibt uns die Möglichkeit, uns mit den Produzenten direkt zu unterhalten und etwas von ihnen zu lernen, statt uns in Stereotypen zu ergehen.

Einen Teil unserer Nahrung können wir auch in der Natur finden, selbstverständlich nicht als gierige Ausbeuter, sondern mit Rücksicht ayuf die Bedürfnisse der Natur.

Salat nur aus Eigenprodukten: Salat, Rucola, Radieschen, Paprika aus dem Garten, Kuhmozzarella, Emmentaler, Schafsmilch und Schafsjoghurt von den eigenen Tieren

Während die meisten Ernährungslehren ihr Augenmerk hauptsächlich auf die Konsumentenseite legen und die Produktion wenig oder gar nicht berücksichtigen und sich deren Vertreter (Makrobiotiker, Paläodiätetiker, Veganer usw.) als typische Wohlstandskinder oft so gebärden, als entstünde die Nahrung aus dem Nichts, wollen wir mit der umweltbewussten Ernährung unsere Verantwortung für die Natur wahrnehmen und uns einem verantwortungsvollen Ressourcenmanagement widmen.

Um wertvolle Ökosysteme großer Biodiversität zu schützen, können wir mit unserem Kauf auch die extensive Weidehaltung unterstützen. Wir wissen ja sicher alle, dass alle Naturschützer die Wanderschafhaltung unterstützen.

Auch in den Geschäften, die sich als Bio- oder Ökoläden ausloben, sollten wir kritisch sein und nicht einfach drauf loskaufen. Es gibt dort heutzutage viele Snob-Produkte für Leute, die sich gerne mit einem Ökomäntelchen schmücken, denen aber die Natur und die Umwelt und ihre eigenen Auswirkungen auf jene sowie das Ressourcenmanagement doch eher gleichgültig sind, Leute, die sich kaum jemals mit Produzenten unterhalten und auch nicht aus ihren Stereotypen herauskommen wollen. So gibt es in Bioläden in Mitteleuropa nicht selten z. B. Äpfel aus Neuseeland, die zwar biologisch angebaut sind, aber dann um die halbe Erde gekarrt wurden. Das ist sicher nicht im Sinne einer umweltbewussten Ernährung. Lieber sollten wir die Rhythmen der Natur anerkennen und wertschätzen. In Bioläden gibt es sogar „Supernahrungsmittel„, oft energieaufwändig hergestellte Extrakte. In manchen Bioläden gibt es statt Käse immer mehr Käseimitate, sogar aus gentechnisch veränderter Soja und Palmöl mit synthetischen Aromen und z. T. synthetischem Vitamin B12, dank den snobistischen Kreisen, in denen der Veganismus schick ist.

Mandarinenbaum, von uns auf einem Biobetrieb gepflanzt

Bitte lass dich nicht durch solche Moden beirren, die letztlich nur der Nahrungsmittelindustrie nützen. Bleibe bei einer Bevorzugung lokaler, wenig verarbeiteter Produkte der Saison.

Natürlich beschränkt sich ein umweltbewusster Konsum nicht auf Nahrungsmittel. So können wir Seife aus lokaler handwerklicher Produktion kaufen, wenn wir sie nicht gar selber machen.

admin

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