Wolle

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Rohwolle im Oberbett

Wolle bekommt man meist dadurch, dass man Schafe oder andere Tiere schert. Man kann sie nutzen, um Oberbetten zu füllen, um zu spinnen und zu stricken oder zu häkeln.

Wenn du selber keine Schafe hast, kannst du sicher Wolle von einem Schafhalter bekommen. Da die meisten keine Verwendung dafür haben und die Nachfrage gering ist, ist Schurwolle meist billig zu bekommen.

Andere Tiere können Ziege (Kaschmir, Mohair), Lama, Alpaka, Vikunja, Trampeltier und Kaninchen (Angora) sein. Manche Leute sagen, diese Tiere hätten keine Wolle; sie verwenden das Wort „Wolle“ nur für diejenige der Schafe. Ich denke nicht, dass es sich lohnt, um Definitionen zu streiten, das Wichtige ist das, was wir aus einem Produkt machen können, wie immer wir es nennen mögen. Die Kaschmirziegen werden nicht geschoren, sondern gekämmt zum Erhalten der Wolle.

Die letzten Tage vorm Scheren ist es ratsam, dafür zu sorgen, dass die Wolle sauber ist. Halte den Stall sauber und lass, wenn möglich, die Schafe mehrmals in den Regen hinaus.

Die Wolle von Bauch und Beinen ist zum Verspinnen nicht so geeignet, besser als Füllung von Kissen, Oberbetten und Matratzen. Wenn du die Schafe zweimal jährlich scherst, sind die Fasern kürzer, daher kann es von Vorteil sein, sie nur einmal jährlich zu scheren.

Auch Felle von geschlachteten Tieren werden genutzt.

Die Rohwolle kann man in lauwarmem Wasser waschen: Tue sie für mehrere Stunden hinein, nimm sie dann heraus und lass sie an einem luftigen, aber schattigen Ort trocknen. Wiederhole dies ein paarmal. Wenn du sie mit einem Waschmittel wäschst, kann sie das Lanolin und mit ihm einige Werte verlieren.

Wolle kann man leichter als andere Fasern mit Pflanzen färben.

Karden zum Kämmen der Wolle

Inhaltsstoffe:

Eiweiß (Keratin), Wachs (Lanolin).

Ein großer Teil der Wolle ist Luft.

Gesundheitswert:

Wolle bietet einen guten Schutz gegen Kälte, während sie die Transpiration des Körpers erlaubt; vor allem dank der enthaltenen Luft isoliert sie gut.

Wolle, der man nicht alles Lanolin genommen hat, ist wasserabweisend und ergibt gute Regenkleidung.

Wolle mit Lanolin schützt bei Körperkontakt gegen Rheuma.

In Kontakt mit der Brust wirkt sie gegen Bronchitis.

Bei Hautkontakt schützt sie vor Ekzemen und Hautpilzen.

In Wolle zu schlafen, hilft gegen Schlafstörungen.

Man schreibt ihr eine antiallergische Wirkung zu.

Sie vertreibt Milben, so kann man sie gegen Krätze nutzen.

Sie schimmelt nicht leicht, wie es bei manchen anderen Fasern geschieht.

Zubereitungen:

Schafe, die wichtigsten Wollelieferanten

Kleidung aus versponnener Wolle, wie etwa Pullover, Jacken, Strümpfe und Handschuhe.

Decken und andere Produkte aus Filz.

Oberbett oder Schlafsack mit Wollfüllung.

Matratze mit Wollfüllung.

Wollebausch zum lokalen Gebrauch auf der Haut.

Wolle als Gebäudeisolierung.

Mulch aus Wolle im Garten.

Wolle mit einer Spindel verspinnen

Gegenanzeigen und Warnungen:

Bei einigen Arbeiten, die viel Hygiene erfordern (wie in der Käserei) ist (zumindest grobe) Wollkleidung nicht anzuraten, da sie Fasern verlieren kann.

Oft ist Wolle so grob, dass direkter Hautkontakt unangenehm sein kann, das muss aber nicht so sein.

Wolle ist für manche Insekten ein gutes Nahrungsmittel, insbesondere für einige Motten, so kann es im Schrank wichtig sein, sie zu schützen.

Die käufliche Wolle ist mit Chemikalien behandelt und hat kaum noch Lanolin, ist damit weniger wirksam.

Namen in anderen Sprachen:

(en.) wool, (pt.) lã, (span., it.) lana, (fr.) laine, (rätoroman.) launa, (ru.) шерсть

admin

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