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Zinnkraut (Acker-Schachtelhalm; Equisetum arvense; Equisetaceae)

Das Zinnkraut ist ein Farngewächs der Nordhemisphäre aus der Gattung der Schachtelhalme.
Man nutzt die oberirdischen Teile für Tee und andere medizinische Zubereitungen. Ich habe ihn auch schon ohne medizinische Indikation für Tee genutzt.
Inhaltsstoffe:
Flavonoide, Aminosäuren, Silicium.
Gesundheitswert:
Zinnkraut ist stark harntreibend, es wird bei Rheuma, Arthritis, Gicht, Nierensteinen und Harninkontinenz eingesetzt.
Auch gegen Blutarmut nutzt man es.
Es stärkt das Lungengewebe, bei längerfristiger Anwendung hilft es gegen Tuberkulose.
Es wirkt stark remineralisierend.
Es regt die Lymphozytenproduktion an.
Äußerlich wendet man es gegen Ekzeme, Akne und Dermatitis an.
Außerdem ist es adstringierend, wundheilend, entzündungswidrig und blutstillend.

Zubereitungen:
Tee.
Absud: 15 g der getrockneten Pflanze oder 50 g frische Pflanze pro Liter, 30 Minuten sieden lassen, auch zum Gurgeln und für äußerliche Anwendung.
Pulver.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Wer Zinnkraut sammelt, muss die Pflanze kennen, da es eine ähnliche Art gibt, insbesondere den Sumpf-Schachtelhalm, die durch mehrere Alkaloide wir Palustrin giftig ist. Für Rinder ist er sehr giftig. Auch andere Arten enthalten Alkaloide, neben Palustrin auch Nikotin.
Vom langfristigen Gebrauch des Zinnkrautes wird abgeraten.
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte man das Zinnkraut meiden.
Für Personen mit Diabetes oder Nierenproblemen wird Zinnkraut nicht empfohlen.
Alte Pflanzen können einen giftigen Pilz haben, deshalb sind Jungpflanzen empfehlenswerter, zumal sie wirksamer sind.
Andere Verwendung:
Schachtelhalmbrühe wird im Garten verwendet gegen Pilze wie Monilia und Meltau sowie gegen Milben, auch bei Tomaten gegen Krautfäule.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) common horsetail, field horsetail, (span.) cola de caballo, (fr.) prêle des champs, (surselv.) cua gat, (it.) equiseto dei campi, (ru.) хвощ полевой

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