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Adlerfarn (Pteridium aquilinum; Hypolepydaceae)

Der Adlerfarn ist ein Farn mit einem großen Rhizom, fast kosmopolitisch, er fehlt nur in Polar- und Wüstenregionen, er meidet Kalkböden. Er findet sich oft in großen Reinbeständen.
Blätter und Rhizom werden gelegentlich medizinisch genutzt. Viele Websites empfehlen diese Pflanze, verschweigen aber ihre Giftigkeit und ihre daraus sich ergebenden Gegenanzeigen. Ich empfehle sie nicht und nenne deshalb nicht ihre Heilwirkungen; falls du sie nutzen willst, berücksichtige bitte ihre Gegenanzeigen.
Mancherorts wird der Adlerfarn gegessen. Das kann ich auf keinen Fall empfehlen, weil das zu Magenkrebs führen kann.
Manchmal nutzt man Adlerfarn als Einstreu im Stall.
Seine interessanteste Nutzung ist diejenige zur Vertreibung von Schädlingen im Garten.
Auf Bergweiden ist er oft ein Unkraut, das aufgrund seiner Einnahme großer Flächen den Weidewert mindert. Es gibt verheißungsvolle Experimente, ihn mit Schwarzen Alpenschweinen einzudämmen.
Inhaltsstoffe:
Wenig erforscht; Blausäureglycoside und andere Giftstoffe.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Obwohl es leider viele Quellen, die ihn als Heilpflanze empfehlen, nicht erwähnen, hat der Adlerfarn eine gewisse Giftigkeit (die je nach Ort und Jahreszeit variiert), deshalb ist empfehlenswert, ihn durch eine andere Pflanze mit den gewünschten Wirkungen zu ersetzen, sofern eine zur Hand ist.
Langfristig ist er karzinogen, vor allem in rohem Zustand. Er erhöht die Wahrscheinlichkeit von Magenkrebs

Nutzung im Garten:
Jauche: Blätter 12-15 Tage in Wasser mazerieren lassen, anwenden gegen Blattläuse, Milben und Miniermotten; nicht in den letzten Tagen vor der Ernte anwenden.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) bracken, (pt.) feto-comum, (sp.) helecho común, helecho águila, (fr.) grande fougère, fougère aigle, (it.) felce aquilina, (ru.) орляк обыкновенный
Externe Links:
Studien über die karzinogenen Wirkungen von jungem Adlerfarn (englisch)
Ethnobotanik des Adlerfarns in Venezuela und mögliche Krebsrisiken (spanisch)


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