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Myrrhe oder Myrrhenharz ist das Gummiharz verschiedener Arten der Gattung Myrrhe (Commiphora; Burseraceae), insbesondere der Art Commiphora myrrha, aber auch z. B. der Abyssinischen Myrrhe (Commiphora abyssinica). Es handelt sich um Bäume und Sträucher aus Nordostafrika und Vorderasien.
Dieses Gummiharz wird als Räucherwerk verwendet, und zwar wegen seines angenehmen Geruches, wegen seiner medizinischen Wirkungen, zum Vertreiben von Mücken und zu spirituellen Zwecken.
Bisweilen kaut man Myrrhe zu therapeutischen Zwecken.
Zusammensetzung:
Harz, ätherisches Öl, Gummi, Essigsäure.
Gesundheitswert:
Myrrhe wirkt desinfizierend und entzündungshemmend, man nutzt sie bei Zahnfleischentzündung.
Sie wirkt adstringierend, lokal nutzt man sie bei Kehlkopfentzündung, Wunden und Akne.
Außerdem ist sie auswurffördernd.
Sie reizt die Haut.
Man nutzt sie auch gegen Asthma.
Ihr wird eine aphrodisische Wirkung nachgesagt.
Der Rauch dient der Vertreibung von Mücken.

Zubereitungen:
Myrrhe zum Kauen.
Tinktur zur lokalen Anwendung, auch zum Gurgeln; bei innerlicher Anwendung nur unter Expertenaufsicht.
In Blutwurztee gelöste Tinktur, um die Wirkung gegen Zahnfleischentzündung zu verstärken.
Myrrhe als Räucherwerk.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Wenn man Myrrhetinktur zur Mundhygiene nutzt, muss man aufpassen, dass man sie nicht verschluckt.
Innerliche Anwendung darf nur auf professionelle Verschreibung hin geschehen.
Da Myrrhe abtreibend wirken kann, sollte man sie während der Schwangerschaft meiden.
Auch wegen der Stillzeit wird Myrrhe nicht empfohlen.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) myrrh, (pt., span., it.) mirra, (fr.) myrrhe, (ru.) мирра, (lat.) MVRRA
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