Wertvolles > Ressourcen > Erdwärme

Die Erdwärme lässt sich am besten nutzen, wenn man auf vulkischem Gestein ist. Das ist vermutlich für viele von euch nur von theoretischem Interesse.
Immerhin habe ich auf Lanzarote in einer Höhle geschlafen, die von unten her warm war.
Es gibt die Möglichkeit, ein Loch ins oberste Gestein zu machen, sodass Hitze vom heißen Magma hochsteigen kann. Darüber kann man Speisen braten, ohne Feuer zu entfachen.
Aus heißen Quellen kann man Energie gewinnen. Das ist in Island verbreitet. Dort gibt es auch warme Bäder. Die berühmten Geysire im Südwesten der Insel – darunter der ziemlich regelmäßig ausbrechende Strokkur – werden allerdings nur als Touristenattraktion genutzt; das Wasser ist mit 80-100 °C entschieden zu heiß zum Baden. Wasser von heißen Quellen wird u. a. genutzt zur Beheizung von Gewächshäusern.

Auf der isländischen Insel Heimaey gab es 1973 eine verheerende Folge von Vulkanausbrüchen. Die um die 4000 Bewohner konnten rechtzeitig evakuiert werden, weil dank eines Sturmes am Vorabend alle Fischerboote im Hafen waren. Nach der Wiederbesiedlung reichte die Wärme des neu entstandenen Vulkans Eldfell über ein Jahrzehnt, um alle Häuser der Insel zu wärmen, auch im isländischen Winter.


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