Komposttoilette bauen

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Zuerst einmal wird gemauert

Der theoretische Wert von Komposttoiletten ist riesig. Aber in Wahrheit hat die Komposttoilette natürlich nur einen Wert, wenn wir nicht nur reden, sondern handeln, sie also in die Tat umsetzen.

In einer Komposttoilette werden die menschlichen Ausscheidungen verkompostiert. Es gibt verschiedene Modelle. Ich beschreibe hier eine Komposttoilette, die ich erbaut habe.

Wir brauchen Kammern, in denen die Exkremente ein paar Monate kompostieren können. Sinnvollerweise sind das zwei, dann kann immer eine genutzt werden, während die andere von Mikroorganismen und Kleintieren bearbeitet wird.

Wir können zum Beispiel aus Ziegelsteinen zwei nebeneinander liegende Kammern mauern, die zunächst zu einer Seite (der Vorderseite) offen sind, da wir sie ja irgendwann leeren müssen.

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Die Mauern sind fertig

Es ist hilfreich, wenn wir in den vier Ecken jeweils einen senkrechten Balken haben, auf dem wir aufbauen können. Sofern die Toilette einseitig an ein Gebäude anschließt (im hier dokumentierten Fall ist es ein Stall), können die Balken an dieser Seite eventuell an dieser Wand befestigt werden und müssen daher nicht bis zum Boden reichen.

Das Mauerwerk können wir oben mit vier waagerechten Balken abschließen, die von den senkrechten Balken gestützt werden. Hierauf befestigen wir Bretter, die den Boden der begehbaren Toilette bilden. Im Boden brauchen wir Löcher, je eines pro Kammer, auf die der Toilettentopf gestellt wird. Größe und Form haben sich am Topf zu orientieren. Hier ist der Topf eine Kiste aus Brettern mit annähernd quadratischem Querschnitt. Das Loch sollte etwa dem Innenquerschnitt entsprechen.

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Und nun ist der Boden fertig, vorne mit dem Topf auf dem Loch, hinten mit dem Brett, das für das Foto neben das Loch gelegt wurde, sonst aber darauf liegt

Dann können wir die Wände aus Brettern bauen, wobei wir die Fenster nicht vergessen sollten. Und eine Türöffnung ist natürlich unabdingbar.

Das Dach kann beispielweise aus Metallplatten gefertigt werden, die auf Dachbalken genagelt werden.

Die Tür kann auch aus Brettern gefertigt werden, je nach vorhandenen Materialien. Einen Haken können wir anbringen, damit man sie von innen verschließen kann. Falls wir die Toilette nicht in einen Hang bauen, brauchen wir eine Treppe zur Tür.

Zuletzt müssen wir noch die Kompostkammern so verschließen, dass wir sie bei Bedarf öffnen können. Hierzu können wir Schienen anbringen, in die wir waagerechte Bretter von oben einstecken.

Der Topf steht schließlich auf einem der beiden Löcher, während das andere von einem Brett verdeckt wird. Es ist empfehlenswert, auf dem Boden Rahmen zu machen, damit sich der Topf nicht verschiebt. Bei Bedarf nehmen wir ihn heraus und setzen ihn aufs andere Loch.

Nach der Nutzung geben wir jedesmal eine der Kotmenge in etwa entsprechende Menge Sägemehl oder sonstige kleine Holzstücke nach. Das Toilettenpapier werfen wir auch hinein, es kann verrotten. Allerdings ziehen es manche vor, das Papier nicht hineinzuwerfen, da man ja nicht weiß, was da alles zugesetzt wurde, man kann es auch verbrennen.

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Das fertige Oberteil der Toilette

Nach ein paar Monaten Kompostierzeit können wir den Kompost herausnehmen und zur Düngung etwa von Zierpflanzen und Obstbäumen verwenden. Für Gemüse ist er nicht zu empfehlen wegen Infektionsgefahr. Zudem besteht immer die Gefahr, dass Menschen Stoffe ausscheiden, die sie mit Medikamenten aufgenommen haben, etwa Hormone, die wir nicht im Gemüse haben wollen, wahrscheinlich auch nicht im Obst. Humankompost ist kein vollwertiger Ersatz für Stallmist.

Wenn wir den Humankompost eine Weile am Licht liegen lassen, werden bestimmt Tomatenpflanzen keimen, da der eine oder die andere Tomaten gegessen und Samen ausgeschieden hat (die nach der Darmpassage leichter keimen). Diese Pflänzchen können wir in den Gemüsegarten setzen. Sofern auch Besucher die Toilette nutzen, haben wir natürlich keine Kontrolle über die Sorten.

Manche Leute entscheiden sich, den Urin vom Kot zu trennen. Dazu kann man einen Urintrenner einbauen, wie im Bild zu sehen, und den Urin in einem Behälter sammeln.

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Blick aus der Toilette
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Tür und Treppe sind nun auch an ihrem Ort
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Die Kompostkammern sind mit Brettern verschlossen
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Es gibt auch einfachere Modelle
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Komposttoilette mit Urintrenner

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