Der Rabe Ralf ist ein Blatt, das in Berlin erscheint und den Anspruch hat, das Thema Umweltschutz zu vertreten. Zu einem Artikel von mir gab es dort zwei hasserfüllte Leserbriefe, die ein schlechtes Licht auf die Klientel dieses Blattes werfen: Milchtrinken ist Naturschutz
Daraufhin schrieb ich dem Raben Ralf:
Hallo Rabe Ralf,
aus den Leserbriefen zu meinem Milch-Artikel schließe ich auf die Welt des Raben Ralf und seiner Klientel. Diese permanent unzufriedenen Leute tun mir leid.
Der Widerstand gegen das Atomkraftwerk Wyhl hatte ein Ziel und war integrativ in Bezug auf verschiedenste Gesellschaftsteile. Der Rabe Ralf dagegen sympathisiert mit dem spaltenden Ansatz der Klimabewegung, für die breite Bevölkerung möglichst unattraktiv zu sein.
Wir haben uns im Forum für Weidewirtschaft und Biodiversität über diese Leserbriefe ausgetauscht. Gerade im Internationalen Jahr des Weidelandes und der Hirten bezieht jeder verantwortungsbewusste Mensch klar Stellung für Weidewirtschaft und Biodiversität. Aber in der Millionenstadt ist der Wert der Biodiversität noch nicht bei allen angekommen.
Es fällt auf, dass keiner der Leserbriefe einen Blick für die Schönheit der Natur erkennen lässt. Hat die Klientel des Raben Ralf ein gestörtes Verhältnis zur Natur? Sind Weidewirtschaft und Biodiversität für sie wertlos? Bietet der Rabe Ralf mit impliziter Gleichsetzung von Ökologie und Misanthropie den ideologischen Überbau für alle, die nichts zur Gesellschaft beitragen wollen?
Zwei von drei Leserbriefen offenbaren heftige Minderwertigkeitsgefühle gegenüber allen, die etwas wissen und können, und sind peinlich wirres, inhaltsloses Gekeife nach Aufmerksamkeit, gepaart mit unbändigem Hass auf Mensch und Tier.
Was sind das für Leute, deren Lebensinhalt nur aus dem Zerstören der Errungenschaften anderer besteht, weil sie selber nichts können, nichts wissen und sich nie etwas erarbeitet haben!
Während wir glückliche Tiere auf der Weide hüten und die von uns gepflegte Biodiversität genießen, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir biologisches Gemüse pflanzen und ernten, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir uns bei Naturschutzeinsätzen zur Renaturierung vergnügen, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir uns mit Lehren, Universitäten, Büchern, Kursen oder Zuhören weiter bilden, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir Weidetiere melken und Käse machen, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir lernbereit und dankbar auf unsere Mitmenschen zugehen, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir bemüht sind, unseren Lebensalltag umwelt- und klimafreundlich zu gestalten, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir wertvolle Projekte aufbauen, dabei immer wieder mit praktischen Schwierigkeiten konfrontiert sind und folglich lösungsorientiert denken müssen, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir weltoffen herumschauen und überall schöne Menschen treffen, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir die Natur erkunden und uns an ihr erfreuen, eventuell über sie singen oder dichten, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir gesunde und umweltfreundliche Produkte aus Eigenerzeugung genießen, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir über unsere Erfahrungen und unser Fachwissen berichten, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Während wir tier- und umweltfreundliche Alternativen zur Intensivtierhaltung bieten, weckt das bei ihnen im Großstadtsofa Neid, Missgunst und Zerstörungswut.
Die Tatsache, dass die Rabe-Ralf-Klientel uns mit Neid begegnet und wir ihr mit Mitleid, beweist: Wir machen alles richtig. Mitleid kriegt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten.
Ja, es ist schon hart, da betreibt man das ganze Leben von der Komfortzone aus Showbusiness mit den Begriffen Natur- und Umweltschutz, und dann sind einfach Menschen so unverschämt und verlassen die Komfortzone und handeln statt zu reden – wie etwa die Hirten und Biobauern. Und ganz besonders unverschämt ist, wenn diejenigen, die handeln, das gar noch mit Freude tun. Wie sollte man da nicht neidisch werden? Und wenn sie gar noch konstruktiv zur Gesellschaft beitragen, was man immer als inkompatibel mit Natur- und Umweltschutz predigte, um das eigene Nichtstun zu rationalisieren. Wie sollte man da nicht in seiner Komfortzone gekränkt sein und Hass versprühen? Arme Versager, die weder Freude, noch Dankbarkeit, noch Verantwortung kennen …
Ich sehe: Der Rabe Ralf bietet ein Forum für jene Städter, die der Landbevölkerung nichts gönnen, nicht einmal blühende Wiesen. Zum Glück spielen solche egozentrischen Hipster außerhalb gewisser industriegesteuerter Propaganda keine Rolle.
CETERVM CENSEO NEGOTIVM PASTORVM ESSE FVTVRVM.
Die Zukunft ist das Hirtentum.
Viele Grüße von einem biologischen Ziegenbetrieb in wunderschöner Natur
Gereon Janzing
Share this content: