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Traubenkische (Prunus padus; Synonym: Padus avium; Rosaceae)

Die Traubenkirsche ist ein Baum oder ein Strauch, der Grundwasser zeigt. Sie kommt in Auenwäldern und im Flussufergebüsch im kontinentalen Klima in Eurasien vor.
Die Früchte sind kleiner als die eigentlichen Kirschen, aber als wildes Obst ebenfalls essbar, während alle anderen Teile der Pflanze einschließlich des Samens durch Blausäureglycoside giftig sind.
Man darf die Früchte keinesfalls an Ziegen oder andere Pflanzenfresser verfüttern. Wenn sie die Steine zerkauen, vergiften sie sich an den Samen.
Die Borke wurde früher in der Volksheilkunde genutzt, um den Hustenreiz zu stillen. Aufgrund der Giftigkeit sollte man besser auf harmlosere Mittel zurückgreifen. Die Blätter sind auch giftig für Pflanzenfresser.
Die Bearbeitung des Holzes sollte nur bei guter Belüftung geschehen. Ich habe einmal Traubenkirsche gehäckselt; der Blausäuregeruch in der Luft war sehr deutlich wahrzunehmen.
Außer der Gewöhnlichen Traubenkirsche gibt es die ähnlich zu nutzende Spätblühende (oder Späte) Traubenkirsche (Prunus serotina; Synonym: Padus serotina), die in Amerika heimisch ist. In Europa wird sie als Zier- und Nutzgehölz und zur Bodenbefestigung gepflanzt. Verwildert kommt sie als meist schlechtwüchsiger Neophyt vor.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) bird cherry, (pt., it.) pado, (span.) cerezo aliso, cerezo pado, (fr.) cerisier à grappes, (ru.) черёмуха

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