Lebewesen > Pflanzen > Braunalgen

Braunalgen (Phaeophyceae) sind eine Klasse der Algen, die vor allem in gemäßigten und kalten Gewässern leben.
Die Zellwände enthalten Zellulose, Alginate (Calcium-, Magnesium- und Natriumsalze von Alginsäuren) und Fucoidan. Die Alginate werden bisweilen als Verdickungsmittel genutzt, z. B. aus Laminarien.
In Japan, China, Schottland und Neuseeland haben mehrere Arten traditionelle Nutzungen.
Eine als Nahrung genutzte Braunalge ist Kombu.
Eine andere essbare japanische Alge ist Wakame (Undaria pinnatifida; Alariaceae), das heute auch an andere Küsten verschleppt ist. Man weicht sie ein und isst sie. Sie ist nahrhaft und fördert die Ausscheidung von Schwermetallen, sie soll auch den Nikotinabbau fördern.
Beide Algen hemmen die Blutgerinnung, sind daher bei diesbezüglichen Problemen kontraindiziert.
Der Blasentang (Fucus vesiculosus; Fucaceae) wirkt dagegen blutstillend. Ihn können wir in Pazifik, Atlantik, Nord- und Ostsee finden und mitnehmen, er ist als Heilpflanze bekannt. Man bereitet einen Absud zur inneren und äußeren Anwendung. Er fördert den Stoffwechsel, ist auswurffördernd und wundheilend. Essbar ist er auch, obgleich das nicht sehr verbreitet ist.

Warnungen und Gegenanzeigen:
Für Personen mit Schilddrüsenveränderungen sind Mereresalgen nicht geeignet.
Personen mit Autoimmunkrankheiten müssen Meeresalgen meiden.
Bei Phenylketonurie ist der Konsum von Meeresalgen kontraindiziert.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) brown algae, (pt., sp.) algas pardas, (fr.) algues brunes, (it.) alghe brune, (ru.) бурые водоросли
Blasentang: (en.) bladder wrack, (pt.) fava-do-mar, (sp.) fuco veigoso, (fr.) varech vésiculeux, (ru.) морской дуб
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