Theorie > Ethnobotanik > Ayurveda

Der Ayurveda (auf Sanskrit: आयुर्वेद) ist ein medizinisches Lehrsystem des alten Indien. Er basiert auf mehreren Texten, die jünger sind als die Veden (vier heilige Bücher des alten Indien).
Heutzutage spielt der Ayurveda eine große Rolle in der indischen Medizin. Im Westen wird er als „Alternativmedizin“ klassifiziert, d. h., als Alternative zur Schulmedizin. Viele meinen, er gibt eine holistischere Sicht des Menschen, seiner Umgebung und seiner Krankheiten.
Die Grundlage des Ayurveda ist die Zusammensetzung der Welt (und damit auch des Menschen) aus fünf Elementen: Erde, Wasser, Wind, Feuer und Raum (oder Äther). In der europäischen Literatur findet man oft Luft statt Wind erwähnt; im alten Indien war das Konzept der Luft unbekannt, man kannte den Wind und den Atem als zwei unterschiedliche Dinge. Krankheiten begreift man als Ungleichgewicht zwischen den Elementen, so ist die Aufgabe der Medizin, das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Die Methoden, um Krankheiten zu bekämpfen oder ihnen vorzubeugen, schließen Arbeiten mit dem Geist, Massagen, Diät und die Nutzung von Heilpflanzen und Heiltieren ein. Durch die Arbeit mit dem Geist gelangt die Therapie an die psychosomatischen Komponenten der Krankheit.
Unter den Pflanzen hat die Ashwagandha große Reputation. Ein sehr geschätztes Produkt ist Ghee (im Hindi: ghī [घी], im Sanskrit: ghrtam [घृतम्]).
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