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Palo Santo (Bursera graveolens; Burseraceae)

Der Palo Santo ist ein Baum der Wälder Ecuadors, Perus und Brasilien.
Sein Holz können wir als Räucherwerk nutzen und zu diesem Zweck auch außerhalb seiner Heimat kaufen.
Seine Früchte werden zu medizinischen Zwecken gegessen, aber die stehen uns kaum zur Verfügung, wenn wir nicht in seinem Heimatgebiet sind.
Beachte: Es gibt noch einige andere Pflanzen, die den spanischen Namen „palo santo“ tragen.
Ethnobotanik:
In mehreren südamerikanischen Kulturen (z. B. bei den Aymara, Quechua u. a.) gibt es Traditionen, dass die Heiler Holz des Palo Santo verbrennen wegen ihres angenehmen Geruches, um positive Energien anzuziehen und negative zu vertreiben. Diese Vorstellung hat sich auch in esoterischen Kreisen in Europa etabliert.
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, v. a. aus Limonen, auch mit Pulegon.
Gesundheitswert:
Der Rauch des Palo Santo wirkt beruhigend, antiseptisch, antidepressiv und regt die Ausschüttung von Endorphinen an, genutzt gegen Stress und Depressionen.
Der Rauch vertreibt Stechmücken.
Das ätherische Öl wirkt wundheilend und schmerzberuhigend und wird für Wunden und Kopfschmerzen genutzt.
Ein Extrakt des Harzes hat in Peru und Kolumbien traditionelle Verwendung gegen Zahnschmerzen, Muskelschwäche und Schwielen.
Die Frucht ist gut für den Magen bei Durchfall und Magenentzündung.
Zubereitungen:
Das Holz eines schon seit mehreren Jahren toten Baumes, entweder einfach so oder als Rauchwerk.
Extrakt des Harzes.
Die Früchte zum Essen.
Ätherisches Öl (mit Geruch nach Zitrusfrucht).
Warnungen und Gegenanzeigen:
Bevor man das ätherische Öl auf der Haut anwendet, sollte man eine Probe mit wenigen Tropfen machen, um sicherzustellen, dass keine Allergie vorliegt.
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