Feigenbaum

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Feigenbaum (Ficus carica; Moraceae)

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Feigenblätter

Der Feigenbaum ist ein laubabwerfender Baum, dessen Blüten und Früchte in der Blütenachse eingeschlossen sind. Heimisch ist er im Mittelmeergebiet, dort wurde er durch Anbau weiter verbreitet, teils ist er auch verwildert.

Die Blütenachsen zur Reifezeit sind die Feigen, die wir als süßes Obst kennen. Wir können sie auch trocknen, auch zu Marmeladen und Kuchen verarbeiten.

Der Milchsaft der Zweige dient als pflanzliches Lab: Man bewegt einen kleinen Zweig in Milch, um geronnene Milch oder Käse zu machen.

Medizinisch werden die Zweige mit dem Milchsaft, die Feigen und die Blätter genutzt.

Inhaltsstoffe:

Feige: Zucker (Glucose, Fructose und Galactose), Schleim, Vitamin C, Beta-Carotin, Pektin, Kalium, Phosphor.

Frische Feige: 1% Protein, 0,5% Fett, 20% Kohlenhydrate, 1% Ballaststoffe.

Trockene Feige: 4% Protein, 1,3% Fett, 50% Kohlenhydrate, 10% Ballaststoffe.

Milchsaft: proteolytisches Enzym Ficin.

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Feigenbaum im Winter

Gesundheitswert:

Wegen ihres Zuckergehaltes liefern die Feigen Energie.

Sie sind abführend und verdauungsfördernd.

Sie fügen dem Körper Mineralien zu.

Auch gegen Rheuma und Arthritis werden sie eingesetzt.

Bei äußerlicher Anwendung sind sowohl die Feigen als auch die Blätter erweichend, sie werden auf Geschwüren appliziert.

Der Milchsaft ist entzündungswidrig und proteolytisch (eiweißlösend), er wird auf Warzen, Hühneraugen und Abszessen appliziert.

Und eine nur theoretisch interessante Information: In der klinischen Medizin wird das Ficin aus dem Milchsaft genutzt, um den Rhesusfaktor zu bestimmen.

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Reife Feige am Baum

Zubereitungen:

Die Feigen, frisch oder getrocknet, als Obst, auch in Kuchen oder im Müesli, auch mit anderen Trockenfrüchten und Nüssen gemischt.

Marmelade (wegen des hohen Zuckergehaltes kann man auf Zuckerzusatz verzichten).

Marmelade auch aus unreifen Feigen, mit etwas weniger Zucker als Feigen (Verhältnis etwa 6:5).

Milchsaft der Zweige zur äußerlichen Anwendung.

Blätter oder Feigen als Umschlag.

Getränk aus gerösteten Feigen (oft als Kaffee-Ersatz angesehen).

Absud aus getrockneten Feigen zur äußerlichen Anwendung.

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Feigenmarmelade

Warnungen und Gegenanzeigen:

Wegen der großen Zuckermenge in den Feigen sind sie nicht für Diabetiker geeignet.

Maßloser Konsum von Feigen kann Durchfall verursachen.

Der Milchsaft ist bei innerer Anwendung in großer Menge giftig.

Der Milchsaft auf der Haut fotosensibilisiert sie, das heißt, nach äußerlicher Anwendung sollte man direkte Sonneneinstrahlung meiden.

Anbau:

Feigenbäume kann man aus Stecklingen ziehen.

Wegen des ausgedehnten Wurzelsystems sind Feigenbäume wenig trockenheitsempfindlich.

Feigenbäume vertragen nicht viel Beschneidung.

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Feigenhälften

Namen in anderen Sprachen:

(en.) fig tree, (pt.) figueira, (span.) higuera, (fr.) figuier, (it.) fico, (ru.) фиговое дерево, инжир, фига, (lat.) FICVS

Feige: (en.) fig, (pt.) figo, (span.) higo, (fr.) figue, (it.) fico, (ru.) фига

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