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Fingerhut (Digitalis; Plantaginaceae)

Die Fingerhüte sind eine Gattung mehrjähriger Kräuter, die man u. a. in Schlagfluren und an Waldrändern findet.
Die Blätter einiger Arten werden medizinisch genutzt. Aufgrund der Giftigkeit sollten wir dies allerdings den Fachleuten überlassen.
Arten:
Am bekanntesten ist in Mitteleuropa der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea), der viel in lichten Wäldern und auf Schlagfluren zu finden ist. V. a. in höheren Lagen findet man auch den Gelben Fingerhut (Digitalis lutea) und den Großblütigen Fingerhut (Digitalis grandiflora). Auf den östlichen Balearen (Gymnesien: Mallorca, Menorca usw.) gibt es den endemischen Balearen-Fingerhut (Digitalis minor).
Inhaltsstoffe:
Herzwirksame Glykoside (im Roten Fingerhut darunter Purpureaglykosid A und B), Saponine, Flavonoide.
Gesundheitswert:

Traditionell wurde insbesondere der Rote Fingerhut bei Herzinsuffizienz genutzt; heute statt dessen eher die reinen Glykoside oder das durch enzymatischen Abbau von Purpureatoxin entstehende Digitoxin.
Äußerlich zur Wundheilung genutzt.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Durch die Herzglykoside sind alle Fingerhüte giftig.
Herzglykoside sind schwer zu dosieren, sodass wirksame und giftige Dosis nahe beieinander liegen, daher darf man auch pharmazeutische Präparate nie überdosieren.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) foxglove, (span.) dedalera, (fr.) digitale, (ru.) наперстянка




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