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Meerschweinchen (Hausmeerschweinchen; Cavia porcellus domestica; Caviidae)

Das Meerschweinchen ist ein in den Anden beheimatetes Nagetier, das in vorkolumbischer Zeit domestiziert wurde.
Als ich in den Anden unter Indianern lebte, wurde ich mehr als einmal gefragt, ob man in Europa Meerschweinchen hält. Ich erwiderte ja, aber man isst sie nicht. Da kam die Frage, warum man sie denn dann hält.
In Europa dagegen ist es für die meisten Menschen ein Sakrileg, auch nur vom Essen von Meerschweinchen zu sprechen.
Nun, Meerschweinchen werden wir nur halten, wenn wir sie gerne haben, ob wir sie nun essen oder nicht.
Auch die andinen Indianerkinder spielen mit den Meerschweinchen, die bei ihnen in den Bauernhäusern herumlaufen, bevor sie mit aller Selbstverständlichkeit geschlachtet und gegessen werden.

Zu füttern gibt man ihnen Gras und andere Pflanzen. Auch gewisse Küchenabfälle wie Kerngehäuse von Äpfeln oder Möhrenschalen (so man denn die Möhren schält) kann man ihnen geben.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) guinea-pig, (pt.) cobaia, porquinho-da-índia, (span.) cobaya, conejillo de las Indias, cuy, (fr.) cobaye, cochon d’Inde, (it.) cavia, porcellino d’India, (ru.) морская свинка

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