Wurm im Obst

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Aus dieser Himbeere ist eine Larve des Himbeerkäfers gepurzelt

Wenn wir im Obst einen Wurm finden, dann ist er vielleicht nicht appetitlich. Aber er ist nicht giftig. Deshalb macht es nichts, wenn wir ihn nicht finden und daher mitessen. Das passiert insbesondere bei Himbeeren öfters. Solche Würmer bringen uns Protein, wenn wir sie mitessen.

Manchmal heißt es, das sind keine Würmer, sondern Insektenlarven. Jawohl, es sind Insektenlarven, das ist richtig. Aber die Aussage, es seien keine Würmer, ist nicht berechtigt. Die Biologie kennt keine systematische Einheit Würmer. Damit hat der Volksmund die Oberhoheit, zu entscheiden, was ein Wurm ist. Die Vorstellung von Würmern als Gegensatz zu Insekten geht auf Linné zurück und ist heute nicht mehr haltbar. So spricht nichts dagegen, hier von Würmern zu sprechen. Wir dürfen sie aber natürlich auch zoologisch korrekt benennen.

Der Wurm in der Himbeere ist normalerweise die Larve des Himbeerkäfers (Byturus tomentosus; Byturidae).

Der Wurm im Apfel und in der Quitte ist die Raupe des Apfelwicklers (Cydia pomonella; Tortricidae), eines Schmetterlings. Das Weibchen legt das Ei in die Blüte. Dort entwickelt sich die Raupe, die sich durch den Apfel bzw. die Quitte frisst, ohne dass ein Einstiegsloch zu sehen ist. Wenn man ein Loch sieht, dann heißt das, dass die Raupe bereits herausgekrochen ist.

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Wurmstichiger Apfel: Hier ist die Raupe des Apfelwicklers bereits herausgekommen

Ein geflügeltes Wort besagt: Es sind die schlechtsten Früchte nicht, woran die Würmer nagen. In jedem Fall sind Äpfel mit nicht so perfektem Aussehen besser als solche, die wie ihre eigenen Plastikmodelle aussehen.

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Wurmgang in Quitte

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