Kaninchen (Oryctolagus cuniculus; Leporidae)

Das Wildkaninchen ist in Europa verbreitet und wurde von Menschenhand in vielen Gegenden der Erde eingebürgert. Aus ihm ist das in vielen Rassen gezüchtete Hauskaninchen hervorgegangen.
Das Hauskaninchen wird auch als „Stallhase“ bezeichnet. Die Klassifikation als „Hase“ ist umgangssprachlich sehr verbreitet. Nicht in allen deutschen Dialekten gibt es ein spezielles Wort fürs Kaninchen. Die Hasen im engeren Sinne (wie der Feldhase) lassen sich nicht domestizieren. Zoologisch gehört das Kaninchen tatsächlich in die Familie der Hasen (Leporidae).
Wildkaninchen werden gelegentlich des Fleisches wegen gejagt.
Hauskaninchen sind bisweilen einfache Heimtiere, die nur aus Liebhaberei gehalten werden. Andere halten sie zur Fleischproduktion. Gefüttert werden sie mit Pflanzenmaterial, im Wesentlichen Gras, auch als Heu.
Natürlich wird der Kot auch als Dünger genutzt, gut verrottet, entweder im Kompost oder – wenn man noch andere Tiere hat – im Misthaufen. Beim Ausmisten ist zu beachten, dass man nicht immer gleich allen Kot wegnimmt, denn Kaninchen haben zwei Sorten von Kot, sie scheiden (ebenso wie Hasen) halb verdauten Kot aus, den sie zum Weiterverdauen fressen, sozusagen als Wiederkäuer ohne Rückwärtsgang.
Von Angorakaninchen gewinnt man Wolle, die mehrmals im Jahr geschoren wird und unter der Bezeichnung Angora im Handel ist.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) rabbit, (pt.) coelho, (sp.) conejo, (fr.) lapin, (it.) coniglio, (ru.) кролик





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