Gräser (Süßgräser; Poaceae = Gramineae)

Die Gräser oder Süßgräser sind die wichtigste Pflanzenfamilie, sowohl in Bezug auf ihre Rolle in verschiedenen Ökosystemen wie in der Ernährung. Sie sind die Hauptnahrung vieler Pflanzenfresser. Die Wiederkäuer haben seit 30.000 Jahren eine Koevolution mit dieser Familie, sie verdauen die Zellulose dank ihrer Pansenmikroorganismen. Und im Allgemeinen sind Gräser sehr verbisstolerant.
Auch Heu macht man, um Haustiere in der ungünstigen Jahreszeit versorgen zu können.
Die Blüten dieser Familie sind unscheinbar, und viele Menschen glauben irrtümlich, Gräser hätten keine Blüten. Die Frucht ist ein Samen, verschmolzen mit dem umgebenden Fruchtteil (dem Perikarp). Wenn man umgangsssprachlich von Grassamen spricht, bezieht man sich auf die Früchte. In vielen Fällen sind sie reich an Stärke und können gegessen werden. Diese essbaren Früchte sind die Getreide. Sie sind vor allem außerhalb der Tropen verbreitet, während die Grundnahrungsmittel der feuchten Tropen traditionell eher Knollenfrüchte sind. Von den betreffenden Gräsern stammt auch das Stroh.
Die vegetativen Teile der Gräser sind für Menschen nicht so gut essbar wegen ihres Reichtums an Zellulose, außer in sehr jungem Zustand (Keimlinge). Gelegentlich werden sie für Tee und andere Zubereitungen genutzt.
- Dinkel
- Gerste
- Hafer
- Mais
- Reis
- Roggen
- Rohrschwingel
- Ruchgras
- Spelzweizen
- Weizen
- Xeixa
- Zitronengras
- Zuckerrohr
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