Stroh

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Vom Mähdrescher zurückgelassenes Haferstroh

Stroh nennt man die Halme ausgedroschenen Getreides, in der Regel von Hafer, Weizen (auch Dinkel), Roggen, Gerste oder Reis. Stroh hat vielfältige Verwendungen.

Eine wichtige Verwendung ist als Einstreu im Stall. So liegen die Tiere weicher und – bei Stein- oder Betonboden – wärmer.

Hinzu kommt, dass das Stroh den Mist bedeutend verbessert. Es saugt Flüssigkeit auf und verhindert ihr Auswaschen auf dem Misthaufen oder nach dem Ausbringen. Das Stroh verbessert das C/N-Verhältnis: mehr Kohlenstoff im Verhältnis zum Stickstoff. Das verbessert auch die Speicherung der Nährstoffe, sie werden dank der guten Humusstruktur nicht so leicht ausgewaschen.

Die Pflanzenfresser fressen auch einen Teil des Strohs. Insbesondere Pferde können es gut fressen, aber auch Wiederkäuer fressen es in kleinerer Menge. Man gibt Wiederkäuern Stroh, wenn sie Durchfall haben. Als Grundnahrungsmittel ist es aber nicht geeignet. Denn wenn Wiederkäuer sehr nährstoffarme Nahrung fressen, können sie nicht wie Pferde einfach mehr fressen. Sie verhungern dann mit vollem Pansen.

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Körbe aus Roggenstroh

Stroh nutzt man zudem zum Körbeflechten. Roggenstroh steht im Ruf, dass Mäuse es nicht fressen, deshalb wird es bevorzugt verwendet.

In der Biokonstruktion nutzt man festgepresste Strohballen – gern von Gerste – zum Hausbau. Man schmiert die Strohwände mit Lehm zu. Insbesondere in früheren Zeiten wurde Stroh zum Dachdecken genutzt.

Kleingehäckseltes Stroh dient in der Keramik als Magerungsmittel.

Im Gemüsebau dient Stroh als Mulch.

Manche Speisepilze wie den Austernpilz kann man auf Stroh züchten.

Reis- oder Hirsestroh wird zu Besen verarbeitet.

Namen in anderen Sprachen:

(en.) straw, (pt.) palha, (sp.) paja, (fr.) paille, (surselv.) strom, (it.) paglia, (ru.) солома, (lat.) STRAMEN

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Biokonstruktion mit Gerstenstrohballen
Estercolera Stroh
Kuhmist mit Stroh

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