Was tun? > Zubereitungen > Keimlinge

Manche Samen lässt man keimen, um sie zu essen.
Die Getreide (wenn wir genau sein wollen, sind es nicht nur Samen, sondern Früchte) sind im rohen Zustand allgemein schwer verdaulich und werden zumeist gekocht oder gebacken verzehrt. Eine Art, sie roh zu essen, ist, sie keimen zu lassen. Es gibt auch Diäten, die Getreide ausschließen, sie aber im gekeimten Zustand erlauben.
Auch einige Hülsenfrüchte werden gekeimt genutzt. Diejenigen, die roh giftig sind, kann man nach dem Keimen in kurzer Zeit kochen. So spart man Energie.
Der Prozess ist der, dass man sie einmal am Tag in Wasser einweicht (die ersten Tage kann es auch häufiger sein). Am einfachsten ist es in einem Keimgerät oder in einem Glas mit durchlöchertem Deckel (ein einfach selbst herzustellendes Keimgerät): Man gibt die Samen hinein, tut täglich Wasser hinzu, dass sie ganz bedeckt sind, und gießt nach einer Weile das Wasser ab, indem man das Glas mit dem Deckel nach unten hält. Nach ein paar Tagen sind die Keimlinge essfertig. Man muss darauf achten, dass sie nicht verschimmeln.
Samen können auch auf einem Teller keimen. In dem Fall muss man ihnen einfach von Zeit zu Zeit etwas Wasser geben.
Danach kann man die Keimlinge einfach so essen oder einem Salat zufügen, gekeimte Getreidekörner sind gut fürs Müesli. Leicht angekeimte Getreide kann man mälzen.

Die Keimlinge enthalten Chlorophyll und sind reich an Proteinen mit vielen essentiellen Aminosäuren, je nach Pflanze. Das Chlorophyll versorgt uns mit Magnesium. Da es chemisch dem Hämoglobin ähnlich ist, beanspruchen einige Texte (zum Beispiel über gekeimten Weizen), dass das Chlorophyll gegen Anämie wirkt, das ist allerdings bisher nicht empirisch bestätigt worden.
Zu den Pflanzen, die roh als Keimlinge gegessen werden, gehören: Weizen, Gerste, Mungbohne, Dinkel, Kresse, Buchweizen, Luzerne (Alfalfa), Hafer, Radieschen, Sonnenblume, Erbse.

Nach dem Keimen müssen gekocht werden: Kichererbse, Bohne, am besten auch Linse.
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