Bohne (Gartenbohne; Phaseolus vulgaris; Fabaceae)

Die Bohne ist ein einjähriges Kraut mit symbiotischen Bakterien in den Wurzeln, die den Stickstoff aus der Luft fixieren, aus Amerika stammend, vielerorts angebaut.
Ähnlich wird auch die Feuerbohne (Phaseolus coccineus) genutzt.
Die Hülsen oder nur die Samen haben wir wohl alle schon in gekochtem Zustand gegessen, auch wer sie bisher nicht selber angebaut hat.
Gemahlene Bohnen werden als Viehfutter genutzt.
Eine andere Pflanze, nicht aus Amerika, ist die Dicke oder Ackerbohne.
Ethnobotanik:
In vielen amerikansichen Gruppen, wie den Irokesen im Osten Nordamerikas, den Mayas in Mesoamerika und den Quechua im Inkareich in den Anden, war es üblich, Bohnen im selben Feld anzubauen wie Mais und Kürbis. Der Mais diente den Bohnen als Bohnenstangen, die Bohnen lieferten dem Mais Stickstoff, die Kürbisse bedeckten den Boden und verhinderten somit Bodenabtrag.
Inhaltsstoffe:
Proteine, Calcium, Kalium, Eisen, Vierfachzucker Stachyose.
Grüne Hülse: 2% Proteine, 0,2% Fette, 6% Kohlenhydrate, 3% Ballaststoffe.
Reifer Samen: 21% Proteine, 1,6% Fette, 48% Kohlenhydrate, 17% Ballaststoffe.

Gesundheitswert:
Die Hülsen sind nahrhaft durch ihren hohen Proteingehalt.
Wegen ihrer harntreibenden Wirkung werden sie bei Rheuma und Gicht eingesetzt.
Die Bohne aktiviert den Zuckerstoffwechsel und wird daher bei Diabetes empfohlen.
Sie wird außerdem gegen Ekzeme eingesetzt.
Zubereitungen:
Gekochte Bohnen als Gemüse, entweder reife Samen oder unreife Hülsen mit Samen.
Mazerat der Bohnen: 2,5 g pro Tasse, 8-12 Stunden mazerieren lassen, nur äußerlich.
Absud der Bohnen: 6 Esslöffel pro Liter, kochen lassen, bis die Hälfte verdunstet ist.
Gekeimte Samen, danach gekocht, mit viel Vitamin E.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Die rohen Bohnen enthalten giftige Proteine mit hämagglutinierender Wirkung, d. h., sie verkleben die roten Blutkörperchen miteinander, daher muss man Bohnen immer gut kochen.
Wie bei Hülsenfrüchten üblich, erzeugt auch die Bohne Blähungen; dies lässt sich reduzieren durch dioe Zugabe von Bohnenkraut.

Anbau:
Es gibt Stangenbohnen, die Stangen oder Schnüre zum Ranken brauchen, und es gibt Buschbohnen, die ohne Befestigung wachsen, man muss zum Anbau wissen, welche von beiden man hat.
Bei der Beetplanung sollte man berücksichtigen, dass Stangenbohnen recht hoch wachsen und damit Schatten auf andere Kulturen werfen können.
Die Samen steckt man etwa 5 cm tief in die Erde.
Der Boden muss leicht sein und darf nicht allzu sauer sein.
Bohnen benötigen Feuchtigkeit.
Empfohlene Mischkulturen: Mais, Kartoffeln, Salat, Tomaten, Gurke, Bohnenkraut; Bohnenkraut sschützt vor der Bohnenlaus.
Ernten kann man, während die Bohnen noch grün sind, um die ganzen Bohnen zu nutzen.
Wenn man sie reif erntet, isst man nur die Samen.
Auch zur Weiterzucht erntet man natürlich die reifen Samen.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) bean, (pt.) feijão, (sp.) judía, frejol, (fr.) haricot, (it.) fagiolo, (al.) Bohne, Gartenbohne, (ru.) фасоль обыкновенная
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