Kürbis (Cucurbita pepo; Cucurbitaceae)

Der Kürbis ist eine einjährige Kriechpflanze, ursprünglich aus Mexiko, in weiten Teilen der Erde angebaut. Einige andere Arten sind aus Asien.
Andere Arten derselben Nutzung sind Cucurbita maxima und Cucurbita moschata, zu ersterer gehört der Hokkaidokürbis. Die Zucchini (Zucchetti) gehört auch zur Art Cucurbita pepo, wird aber separat behandelt.
Das Fruchtfleisch der Kürbisse ist ein geschätztes Gemüse (Fruchtgemüse), das gekocht gegessen wird. Besonders können wir es genießen, wenn wir wissen, dass es aus Eigenanbau stammt. Der Anbau kann sehr ergiebig sein.
Die Samen (bevorzugt ohne Schale) sind die bekannten Kürbiskerne, die man isst.
Das Öl der Samen (Kürbiskernöl) nutzt man gern, es ist eine Spezialität der Steiermark.
Sowohl das Fruchtfleisch als auch die Samen und v. a. deren Öl haben auch medizinische Nutzungen.
Auch die Blüten sind essbar.
Inhaltsstoffe:
Fruchtfleisch: Ballaststoffe, Saccharose, Proteine, Carotine, Cumarine, Calcium, Magnesium, Eisen.
Samen: Öl mit Lecithin und Omega-3-Fettsäuren, Cucurbitacin.

Gesundheitswert:
Das Fruchtfleisch ist nahrhaft.
Es fördert die Verdauung und kann abführend wirken.
Es ist antioxidant.
Es ist ein Mittel gegen Niereninsuffizienz und Nierensteine.
Äußerlich angewendet wird es bei Pickeln.
Die Samen sind Wurmmittel bei Darm- und Bandwürmern.
Zudem sind sie harntreibend und entzündungswidrig und werden daher bei Entzündungen der Harnwege eingesetzt; auch beugen sie dem Prostatawachstum vor.

Zubereitungen:
Gekochtes oder gegrilltes Fruchtfleisch in diversen kulinarischen Zubereitungen.
Rohes Fruchtfleisch als Mittel gegen Verstopfung.
Gesichtsmaske aus dem Fruchtfleisch.
Die Kürbiskerne ohne Schale einfach so oder mit Honig (bei Bandwürmern auf nüchternen Magen, gefolgt von einem starken Abführmittel wie Rizinusöl).
Die Kerne ohne Schale, roh oder geröstet, gemischt mit anderen Samen oder Trockenfrüchten oder im Salat oder im Müesli.
Kürbiskernöl (aus gerösteten Samen), z. b. im Salatdressing oder für Suppen oder Süßspeisen.
Geröstete Blüten.
Anbau:
Der Kürbis braucht Platz.
Viel Stickstoffdünger, manchmal direkt am Mist– oder Komposthaufen angesät.

Warnungen und Gegenanzeigen:
Vorsicht mit Kürbiskernen ist angesagt, wenn man harntreibende Medikamente nimmt.
Samen aus eigener Zucht können aus Bestäubung mit Pollen von giftigen Zierkürbissen hervorgegangen sein; dann sind die daraus gezogenen Kürbisse ebenfalls giftig, es gibt Berichte von Todesfällen; allerdings sind sie dann auch sehr bitter, was die Vergiftungsgefahr verringert.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) pumpkin, squash, (pt.) abóbora, (span.) calabaza, (fr.) courge, (surselv.) zetga, (it.) zucca, (ru.) тыква, (lat.) CVCVRBITA


„Ich bin ein Käse. Ich bin aus Kuhmilch entstanden.“
„Und ich bin aus Kuhmist entstanden.“
„Oh, dann stammen wir ja beide von Kühen ab! Wir sind also verwandt.“
„Dann schlage ich vor, dass wir uns duzen.“


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