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Kreuzkümmel (Mutterkümmel, Cumin; Cuminum cyminum; Apiaceae)

Der Kreuzkümmel ist eine aus dem östlichen Mittelmeergebiet stammende einjährige Pflanze.
Die getrockneten Früchte werden als Gewürz genutzt und sind eine wichtige Zutat im Curry. Bisweilen wird der Kreuzkümmel mit dem Kümmel verwechselt, obwohl der Geschmack doch recht unterschiedlich ist. So findet man manchmal in Wörterbüchern Wörter wie französisch cumin oder spanisch comino mit deutsch Kümmel gleichgesetzt, obwohl die richtige Übersetzung Kreuzkümmel ist. Optisch sind die Früchte denjenigen des Kümmels ähnlich.
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl mit viel Carminaldehyd, Eisen.
Gesundheitswert:
Kreuzkümmel wirkt wie die Früchte anderer Doldengewächse blähungstreibend.
Als Gewürz wirkt er appetitanregend und verdauungsfördernd.
Er wirkt antimikrobiell und wird gegen Zahnfleischentzündung und Karies genutzt.
Er wirkt beruhigend.
Er wird bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt.
Bei stillenden Müttern fördert er die Milchbildung.
Er wird gegen Anämie genutzt.
Er beugt Darmkrebs vor.

Zubereitungen:
Die Früchte – ganz oder pulverisiert – als Gewürz.
Pulverisierte Früchte im Curry.
Tee aus den Früchten: 15 g gemahlene Früchte pro Liter Wasser.
Das ätherische Öl.
Tinktur.
Likör aus den Früchten, auch gemischt mit denen anderer Doldengewächse.
Gegenanzeigen und Warnungen:
Ebenso wie der Kümmel kann er die Monatsblutung verstärken, wird also besser von Frauen gemieden, die ohnehin schon starke Blutungen haben.
Das ätherische Öl sollte innerlich nur unter Expertenaufsicht genommen wewrden.
Das ätherische Öl sollte nicht während Schwangerschaft oder Stillzeit und nicht von unter Sechsjährigen eingenommen werden.
Nach der Anwendung des ätherischen Öles muss man mit Sonnenlicht vorsichtig sein, das es fotosensibilisierende Wirkung hat.
Namen in anderen Sprachen:
(engl., fr.) cumin, (pt.) cominho, (span.) comino, (it.) cumino, (ru.) зира
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