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Kletten-Labkraut (Klebkraut; Galium aparine; Rubiaceae)

Das Kletten-Labkraut ist ein einjähriges Kraut Europas und Nordamerikas. Die Früchte bleiben in Tierfellen und in Kleidern hängen zum Zweck der Ausbreitung (Epizoochorie). In Gärten und auf Feldern ist es als Unkraut gefürchtet.
Die oberirdischen Teile zur Blütezeit haben medizinische Nutzungen.
Die Pflanze wird vereinzelt für pflanzliches Lab zum Käsen genutzt, ebenso das Wiesen-Labkraut (Galium mollugo).
Inhaltsstoffe:
Asperulosid, Gerbstoffe, ähterisches Öl, ansonsten wenig erforscht.
Gesundheitswert:
Das Kletten-Labkraut wirkt diuretisch und wird gegen Rheuma, Arthritis, Gicht und Infektionen der Harnwege genutzt.
Auch ist es krampflösend und wird bei Magen-Darm-Krämpfen eingesetzt.
Es wirkt adstringierend und wird deshalb gegen Ekzeme, Geschwüre und Tumore eingesetzt.
Eine weitere äußerliche Anwendung ist bei Sonnenbrand.
Zudem wirkt es appetitanregend.
Und zu guter Letzt regt es den Milchfluss bei stillenden Müttern an.

Zubereitungen:
Tee: 30 g pro Liter Wasser, auch äußerlich zum Waschen von Sonnenbrand.
Absud zur selben äußerlichen Anwendung wie der Tee.
Verbände mit Absud auf Ekzemen und Tumoren.
Geröstgete Früchte zur Bereitung eines kaffeeartigen Aufgussgetränkes, als Ersatz für den zur selben Familie gehörenden Kaffee betrachtet.
Andere Nutzung:
Wie andere Arten der Gattung, insbesondere das Echte Labkraut, wurde das Kletten-Labkraut (v. a. die Früchte) zur Milchgerinnung genutzt, zumindest gerüchteweise.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) cleavers, goosegrass, (pt.) amor-de-hortelão, (span.) amor de hortelano, (fr.) gaillet bratteron, aparine, (it.) attaccamani, (ru.) подмаренник цепкий


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