Theorie > Biochemie > Saponine

Saponine sind sekundäre Pflanzenstoffe. Chemisch handelt es sich um glykosidische Verbindungen. Die Benennung nach den Seifen ist etwas irreführend, chemisch besteht zu Seifen kein Bezug, gemeinsam haben sie mit ihnen, dass sie Wasser zum Schäumen bringen.
Saponinhaltige Pflanzenteile können zum Waschen von Kleidern genutzt werden, wie wir es vom Efeu und von der Rosskastanie kennen.
Da Saponine den Austritt des Hämoglobins aus den roten Blutkörperchen bewirken, sind sie in der Blutbahn stark giftig. Aber nur wenige Saponine dringen bei oraler Aufnahme direkt in die Blutbahn, etwa diejenigen von Kornrade und Einbeere, die dadurch sehr giftig sind.
Saponine werden in der Medizin unterschiedlich genutzt, v. a. als auswurffördernde Mittel, etwa von Veilchen, Süßholz und Primel. Saponine fördern die Resorption anderer Wirkstoffe, können also deren Wirksamkeit erhöhen.
Die zwei Gruppen der Saponine sind Steroidsaponine und Triterpensaponine. Zu Heilzwecken werden v. a. die Letzteren genutzt.
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