Granatapfelbaum

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Granatapfelbaum (Punica granatum; Punicaceae)

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Blüte eines Granatapfelbaumes

Der Granatapfelbaum ist ein laubabwerfender Baum aus Westasien, der im Mittelmeergebiet und anderen Gebieten ähnlichen Klimas angepflanzt wird.

Das Innere der Frucht – des Granatapfels – essen wir, genauer sind es die Samen mit ihren fleischigen Samenmänteln.

Die Wurzelrinde, die Fruchtschale (Perikarp) und die Blüten werden medizinisch genutzt.

Inhaltsstoffe:

Alkaloide, Gerbstoffe, Glycoside.

Samen mit Samenmänteln: Zucker, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin K.

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Granatapfel am Baum

Gesundheitswert:

Die Samenmäntel schmecken erfrischend, versorgen mit verschiedenen Vitaminen und wirken antioxidant.

Der Saft verringert den arteriellen Blutdruck und beugt Herz-Kreislauf-Problemen vor, auch verringert er die Gefahr von Prostatakrebs.

Der Saft ist erfrischend und entgiftend.

Die Wurzelrinde ist adstringierend, sie wird gegen Durchfall und – in hoher Dosis – gegen Bandwürmer genutzt.

Die Fruchtschale ist ebenfalls adstringierend, darüber hinaus antimikrobiell.

Beim Gurgeln wird die Schale gegen Mundaphthen genutzt.

Bei Mundspülungen wirkt sie gegen Zahnfleischentzündungen.

Die Blüten sind auch adstringierend, außerdem harntreibend.

Die Wurzelrinde, die Schale und die Blüte wirken gefäßverengend und werden gegen Blutungen genutzt.

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Blühender Zweig

Zubereitungen:

Die Samen mit ihren Mänteln als süßsaures Obst, auch als Saft.

Zutat in alkoholischen Getränkzubereitungen.

Absud der Wurzelrinde oder der Schale: 250 g auf 1 l Wasser, zum innerlichen Gebrauch und zum Gurgeln.

Gegen den Bandwurm ebendieser Absud aus der Rinde, eine halbe Stunde später ein starkes Abführmittel.

Mazerat der Wurzelrinde: 60-90 g pro Liter Wasser, 24 Stunden mazerieren lassen.

Warnungen und Gegenanzeigen:

Die Rinde und die Schale können die Magenschleimhaut reizen (Nebenwirkung, die man im Falle eines Bandwurmes meist toleriert wird als kleineres Übel), in überhöhter Dosis können sie Übelkeit und Erbrechen verursachen.

Die Wurzelrinde darf man nicht während der Schwangerschaft anwenden.

Die extrahierten Alkaloide ohne die Gerbstoffe sind giftig, deshalb muss man die Pflanzenteile anwenden, nicht den Extrakt.

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Und nun: genießen!

Anbau:

Der Baum kann aus Ablegern oder Samen wachsen. Man kann ihn nicht pfropfen.

Im Mittelmeergebiet ist empfehlenswert, ihn im Sommer gelegentlich zu bewässern, damit die Früchte nicht zu sauer werden.

Namen in anderen Sprachen:

(en.) pomegranate tree, (pt.) romãzeira, (sp.) granado, (fr.) grenadier, (it.) melograno, (ru.) гранат

Granatapfel: (en.) pomegranate, (pt.) romã, (sp.) granada, (fr.) grenade, (it.) melagrana, (ru.) гранат

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Müeslibereitung mit Granatapfelkernen

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