Grünalgen

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Grünalge aus dem Süßwasser unter dem Mikroskop

Die Grünalgen sind eine Gruppe der Pflanzen, die mit den Moosen, Farnen und Samenpflanzen gemeinsam eine Verwandtschaftsgruppe bilden. In den Zellwänden haben sie Zellulose, Mannan und Xylan. Ihre Chlorophylle sind dieselben wie die anderer Pflanzen, aber nicht wie die anderer Algen und der Bakterien.

Sie sind im Süßwasser sehr verbreitet, einige Arten leben im Meer. Es gibt einzellige Algen und andere mit mehrzelligen Geweben. Einige Arten sind häufige Symbionten in Flechten. Einige Arten werden in China und Japan traditionell gegessen, wie Aonori (Monostroma; Monostromataceae) und Awonori (Enteromorpha; Ulvaceae).

Der Meersalat (Ulva lactuca; Ulvaceae) ist eine Grünalge der Küstengewässer aller Meere. Sie enthält Eisen, Jod, Vitamin C und Aosain. Er kann roh oder gekocht gegessen werden (wenn an einer sauberen Stelle geerntet) und liefert Antioxidantien. Er kann äußerlich zur Hautpflege angewendet werden, das Aosain schützt das Kollagen. Vorsicht: An Stellen, wo es viel Meersalat in Verwesung gibt, stößt er giftigen Schwefelwasserstoff in die Luft aus.

Zu den Grünalgen in Flechten gehören insbesondere diejenigen der Familie Trebouxiaceae, etwa die Gattung Trebouxia und die Art Dictyochloropsis reticulata (z. B. in der Lungenflechte).

Die einzellige Süßwasseralge Chlorella (z. B. die Arten Chlorella vulgaris und Chlorella pyrenoidosa; Chlorellaceae) wird gelegentlich gegessen und auch kultiviert. Sie enthält 45% Protein (bei Düngung noch mehr). Naive Vorstellungen beschrieben sie als „Supernahrungsmittel“ und schrieben ihr einen Wert für die Ernährung der wachsenden Erdbevölkerung zu; die Hoffnungen erfüllten sich natürlich nicht, denn um den hohen Nährwert zu erreichen, benötigt sie viel Dünger. Als Heilpflanze ist sie jedoch nutzbar, wenn ihre Wirkungen auch noch nicht wissenschaftlich belegt sind. So sagt man, dass sie die Ausscheidung von Schwermetallen fördert, insbesondere Quecksilber. Immunstimulierende Wirkung wird ihr nachgesagt, ist aber nicht belegt.

Bisweilen liest man, sie enthalte Vitamin B12, das ist aber nicht wahr. Allerdings bekommt man Vitamin B12 bei einer ausgewogenen Ernährung ohnehin ausreichend, sofern man keine Resorptionsstörung hat, denn es findet sich in praktisch allen Tierprodukten außer in reinen Fetten.

Die Rotfärbung von Salinen liegt teilweise an der Grünalge Dunaliella salina (Dunaliellaceae), daneben an einem Archaeon.

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Meersalat im Mittelmeer

Warnungen und Gegenanzeigen:

Für Personen mit Schilddrüsenveränderungen sind Mereresalgen nicht geeignet.

Personen mit Autoimmunkrankheiten müssen Meeresalgen meiden.

Bei Phenylketonurie ist der Konsum von Meeresalgen kontraindiziert.

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Durch Grünalgen und Archaeen rot gefärbte Saline

Namen in anderen Sprachen:

(en.) green algae, (pt., sp.) algas verdes, (fr.) algues vertes, (it.) alghe verdi

Meersalat: (en.) sea lettuce, (pt.) alface-do-mar, (sp.) lechuga de mar, (fr.) laitue de mer, (it.) lattuga di mare, (ru.) ульва

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