Lebewesen > Pflanzen > Rosenlauch
Rosenlauch (fachsprachl. Schreibung: Rosen-Lauch; Allium roseum; Alliaceae)

Außer dem im deutschen Sprachgebiet weithin bekannten Bärlauch gibt es noch eine Reihe andere wilde Laucharten, die alle ähnliche Wirkungen haben. Bei manchen isst man am besten die Blätter, bei anderen die Blüten oder die Zwiebeln.
Der Rosenlauch ist ein mehrjähriges Kraut des Mittelmeergebietes. Er blüht im Frühjahr. Die rosa Blüten können wir essen, sie haben einen knoblauchartigen Geschmack. Wir können sie nutzen, um Salate zu verzieren. Auch die Zwiebeln kann man essen, aber dafür muss man die Pflanzen ausreißen, dagegen können sie weiter leben, wenn man nur die Blüten pflückt. Übrigens gibt es in den Blütendolden auch Zwiebelchen, diese können wir natürlich gut essen.
Von manchen Arten wie dem Glöckchen-Lauch (Allium triquetrum) sind sowohl die Blüten als auch die Blätter gut zu essen.
Inhaltsstoffe:
Alliin, ätherisches Öl.

Gesundheitswert:
Alle wilden Lauch-Arten haben Heilwirkungen, die denen des Knoblauchs ähnlich sind: Blutdruck senkend, gefäßerweiternd, antiseptisch, antibiotisch, entgiftend.
Äußerlich angewandt erweicht er Hornhaut.
Zubereitungen:
Die Blüten allein oder im Salat.
Die Zwiebeln (am besten die adventiven zwischen den Doldenstrahlen), wie diejenigen des Knoblauchs (allerdings sind sie kleiner).
Warnungen und Gegenanzeigen:
Da die Lauch-Arten den Blutdruck senken, müssen diejenigen, die unter niedrigem Blutdruck leiden, vorsichtig sein.
Wenn man die Zwiebeln aus dem Boden erntet, muss man dran denken, dass die Pflanze abstirbt.
Der Geruch, den man nach Essen von Knoblauch ausströmt, ist auch bei wilden Laucharten nicht zu vermeiden.
Für viele Tiere sind alle Lauchgewächse giftig.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) rosy garlic, (port.) alho-rosado, (span.) ajo rosado, ajo de bruja, (fr.) ail rose, (it.) aglio di serpe, aglio roseo, (ru.) лук розовый

Share this content: