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Wilde Artischocke (Cynara cardunculus; Asteraceae)

Die Wilde Artischocke ist eine mediterrane Staude, die mehr als 2 m hoch werden kann.
Die Stängel können wir als Gemüse essen.
Die Griffel der Blüten werden v. a. in Spanien und Portugal als pflanzliches Lab verwendet, um Milch zum Gerinnen zu bringen und Käse zu bereiten. Das habe ich auch schon in der Schweiz getan.
Manche Systematiker betrachten die Wilde Artischocke und die Kultur-Artischocke als zwei Formen derselben Art.
Diese Pflanze kann man auch anbauen. Es gibt als Kulturform die Cardy, nicht identisch mit der Kultur-Artischocke. Sie ist Starkzehrer.
Inhaltstoffe:
Cynarin, Bitterstoff Cynaropicrin, Inulin, Flavonoide, Vitamin B2, Vitamin C, Calcium.
Griffel: Proteasen Cardosin A und B.

Gesundheitswirkungen:
Die Wilde Artischocke nährt.
Sie hat ein starkes leberschützendes und galletreibendes Potenzial.
Sie wirkt harntreibend und reinigend.
Zudem regt sie dank der Bitterstoffe den Appetit an.
Da sie die Calciumresorption fördert, beugt sie der Osteoporose vor.
Zubereitungen:
Absud: trockene Blätter in Wasser, 10 Minuten sieden.
Die gekochten Stängel als Gemüse.
Auch die Blüten sind essbar.
Gegenanzeigen und Warnungen:
Die Wilde Artischocke ist für stillende Mütter nicht zu empfehlen, da die Bitterstoffe in die Milch übergehen.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) cardoon, (pt., span.) cardo, (fr.) cardon, (it.) carciofo selvatico, (ru.) артишок испанский, кардон
Externer Link:
Die Bereitung von Käse mit pflanzlichem Lab auf Ibiza (viersprachig, an dritter Stelle deutsch)
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