Ökologie > Grundbegriffe der Ökologie > Eutroph und oligotroph

Eutroph bedeutet gut genährt, reich an Nährstoffen, vor allem Stickstoffverbindungen. Oligotrophe Ökosysteme sind demgegenüber nährstoffarme (stickstoffarme) Ökosysteme.
Wenn man von Eutrophie spricht, ist oft Hypertrophie gemeint, eine übermäßige Nährstoffversorgung, v. a. von Gewässern. Eu- oder Hypertrophierung kann eine Folge von Düngung sein. Sie findet aber auch großflächig durch Stickstoffimmissionen aus der Industrie statt.
Eutrophierung oder Hypertrophierung führt zu einem Anstieg der Primärproduktion und oft zum Verschwinden konkurrenzschwacher Organismen.
Der Wert oligotropher Ökosysteme, etwa von Magerweiden (oligotrophen Weiden) liegt in der Tatsache, dass seltene Pflanzen auftreten, die andernorts durch stärkere Pflanzen verdrängt werden. In der Folge finden auch seltene Tiere wie gewisse Heuschreckenarten bessere Lebensbedingungen vor.
Oligotrophe Ökosysteme sind auch die Hochmoore, die sich im Gegensatz zu Niedermooren nur durch den Regen speisen. Das nennt man ombrotroph.
In anderen Sprachen:
eutroph: (en.) eutrophic, (pt., sp.) eutrófico, (fr.) eutrophe, (it.) eutrofico, eutrofo, (ru.) эвтрофный
oligotroph: (en.) oligotrophic, (pt., sp.) oligotrófico, (fr.) oligotrophe, (it.) oligotrofico, (ru.) олиготрофный
hypertroph: (en:) hypertrophic, (pt., sp.) hipertrófico, (fr.) hypertrophe, (it.) ipertrofico, (ru.) гипертрофный
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