Gegenanzeigen des Alkohols

Was tun? > Hausmedizin > Warnungen und Gegenanzeigen > Gegenanzeigen des Alkohols

Cerveza-1 Gegenanzeigen des Alkohols
Darauf ein Bier?

Alkoholische Getränke wie Wein und Bier können gewisse wohltuende Wirkungen für das Wohlbefinden und eventuell sogar für die Gesundheit haben, wenn man sie in Maßen genießt. In manchen Gegenden – insbesondere in den Tropen – ist Alkohol hygienischer als Wasser. Aber man muss einige wichtige Gegenanzeigen berücksichtigen.

Viele medizinisch genutzte Tinkturen (etwa Propolistinktur) enthalten einen hohen Prozentsatz an Alkohol, sodass zumindest für die innere Anwendung die nachfolgenden Einschränkungen gelten. Auch homöopathische Flüssigpräparate sind meist auf Alkoholbasis.

Auch ist es wichtig, zu wissen, dass Getränke mit dem Vermerk „ohne Alkohol“ oder „alkoholfrei“, wie Obstsäfte und „alkoholfreies“ Bier rechtlich eine kleine Menge Alkohol enthalten dürfen. Ein bisschen Alkohol ist auch in Kefir und Kombucha zu finden. Und aufgegangener Hefeteig (etwa für Brot) enthält natürlich auch Alkohol.

Übrigens handelt es sich beim Alkohol, von dem wir hier sprechen, immer um Äthanol (Ethanol, Äthyl- oder Ethylalkohol, CH3CH2OH).

Wenn eine Person keinen Alkohol trinken möchte oder darf, ist es sehr wichtig, dass die anderen das respektieren und keine Überredungsversuche machen.

Alkoholische Getränke sind nicht geeignet für kleine Kinder und daher auch nicht für schwangere oder stillende Frauen.

Jeder Mensch muss seine persönlichen Grenzen in Abhängigkeit von der Situation kennen. Es ist nicht dasselbe, sich direkt vorm Schlafengehen zu betrinken oder sich vorm Autofahren zu betrinken.

Da Alkohol süchtig macht, dürfen Menschen, die die Sucht überwunden haben (trockene Alkoholiker), kein bisschen Alkohol trinken, um nicht rückfällig zu werden. So kann es eine Sache von Respekt sein, in Anwesenheit eines trockenen Alkoholikers nicht oder nur nach Absprache zu trinken. Ob schon eine Zahnpasta mit alkoholhaltiger Tinktur problematisch sein kann, sollte man mit einem Suchtberater besprechen.

Obgleich im Falle einer gelegentlichen Einschlafstörung ein alkoholisches Getränk beim Einschlafen (nicht unbedingt zum ruhigen Durchschlafen) helfen kann, sollte man dieses Schlafmittel nicht zur Gewohnheit werden lassen, eben wegen der Gefahr einer Sucht. Aus demselben Grund sollte man nie mit Alkohol gegen Depressionen oder andere psychische Probleme ankämpfen.

Alkohol reduziert die Konzentrationsfähigkeit. Vor Tätigkeiten, die Konzentration erfordern, darf man nie viel trinken. So kann Trinken vorm Auto- (oder Motorrad-) fahren schnell zu fahrlässiger Tötung oder Totschlag werden.

Auch in den 12 Stunden vorm Tauchen darf man keinen Alkohol trinken.

DSCF0216-1 Gegenanzeigen des Alkohols
Einen Wein in Ehren kann niemand verwehren? Na, bitte die Gegenanzeigen beachten!

Im Fall einer Lebererkrankung – wie Fettleber – sollte man, auch wenn der Alkohol nicht die Ursache ist, diesen meiden.

Während einer Fastenkur sollte man am besten keinen Alkohol zu sich nehmen.

In Kombination mit Monoaminooxidase-Hemmern kann Alkohol gefährlich sein. So muss man nach der Einnahme von Ayahuasca den Alkohol meiden.

Verschiedene Medikamente darf man nicht mit Alkohol kombinieren. Das sollte auf dem Beipackzettel vermerkt sein.

Der Falten-Tintling (ein Pilz) hemmt die Verstoffwechselung des Alkohols, weshalb er in Kombination mit Alkohol giftig ist, ohne diesen aber ein guter Speisepilz ist.

Share this content: