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Schopf-Tintling (Coprinus comatus; Agaricaceae)

Der Schopftintling (in der Fachsprache mit Bindestrich geschrieben) ist ein geschätzter Speisepilz, der aber schnell verdirbt. Er wächst auf Wiesen und Weiden, gelegentlich im Wald, auf der Nordhalbkugel. Er wächst auch gerne auf Mist.
Wir können ihn ernten, wenn er jung ist, und dann schnell verwerten und essen.
Inhaltsstoffe:
Lectin, Aminosäure Ergothionein, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, Kalium, Calcium, Vanadium, Eisen.
Gesundheitswert:
Der Schopftintling hilft bei der Verdauung und wird zu diesem Zweck in China traditionell verwendet.
Wegen des Reichtums an Vanadium senkt er den Blutzuckerspiegel, auch dies hat in China Tradition.
Das Ergothionein wirkt als Antioxidans.
Der Pilz wirkt gegen hormonabhängige Tumore, Extrakte werden bei Brustkrebs verwendet.
Er wird vorbeugend gegen Arteriosklerose genutzt.

Zubereitungen:
Der gebratene oder gekochte Pilz.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Der Pilz ist nur in jungem Zustand und frisch geerntet genießbar.
Für Schwangere und für Kinder unter 6 Jahren wird der Pilz nicht empfohlen.
Verwechslungsgefahr:
Man sollte den Pilz nicht mit dem Falten-Tintling (Coprinus atramentarius) verwechseln, der zwar an sich essbar ist, aber den Alkoholabbau hemmt und dadurch in zeitnaher Kombination mit Alkohol giftig wirkt; dieser hat einen Hut ohne Schuppen.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) shaggy ink-cap, (sp.) seta barbuda, (fr.) coprin chevelu, (it.) fungo dell’inchostro, (ru.) навозник белый



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