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Gundermann (Gundelrebe; Glechoma hederacea; Lamiaceae = Labiatae)

Der Gundermann ist ein mehrjähriges, kriechendes Kraut der gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel.
Die oberirdischen Teile der Pflanze können wir – gereinigt von Schmutz und Getier – essen.
Der Honig des Gundermanns ist aromatisch.
In einigen Sprachen (wie Spanisch, Französisch und Englisch) ist der Gundermann nach dem Efeu benannt wegen einer gewissen Ähnlichkeit der Blätter. Es gibt weder botanisch noch biochemisch irgendeine Verbindung zwischen den Pflanzen.
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Colin, Bitterstoff Marrubiin, Phenolsäuren, wenig ätherisches Öl.
Gesundheitswert:
Der Gundermann wirkt adstringierend, wundheilend und antiseptisch und wird auf Wunden und Furunkel getan sowie innerlich gegen Durchfall genutzt.
Er wirkt auswurffördernd und wird deshalb bei Katarrhen, Husten und Asthma genutzt.
Außerdem nutzt man ihn gegen Infektionen der Harnwege, Harnverhalt und Gallensteine.
Zubereitungen:
Tee aus dem Kraut.
Presssaft aus dem Kraut, zur inneren und äußeren Anwendung.
Junge Blätter in Suppen und als Gewürz für Fleisch.

Warnungen und Gegenanzeigen:
Für Pferde ist der Gundermann giftig.
In großer Menge ist er auch für Menschen giftig, so muss man ihn in Maßen nutzen.
Anbau:
Anspruchslose Pflanze, im Halbschatten, fordert weder Düngung noch Feuchtigkeit.
Vielerorst nicht nötig, weil der Gundermann reichlich wild zu finden ist.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) ground-ivy, (pt.) hera-terrestre, erva-de-são-joão, (fr.) lierre terrestre, (it.) edera terrestre, (ru.) будра плющевидная
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