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Als Honigtau oder Meltau (von einem alten Wort für „Honig“, nicht zu verwechseln mit Mehltau, einer Gruppe von Pilzen) bezeichnet man zuckerreiche Ausscheidungen von Insekten, insbesondere Blattläusen, auch von manchen Schildläusen. Ameisen melken Blattläuse, um an dieses Sekret zu kommen.
Für uns Menschen ist Honigtau insofern relevant, weil Honigbienen den Honigtau von manchen Pflanzen sammeln und in Honig verwandeln. Bisweilen wird dieser Honigtauhonig auch verwirrenderweise als Honigtau bezeichnet.
Zum Beispiel die Tanne als windbestäubte Pflanze produziert keinen Nektar, der Tannenhonig stammt von Honigtau, den Blattläuse ausscheiden, die auf Tannen leben und an ihnen saugen. Waldhonig stammt von verschiedenen Waldpflanzen, kann einen Anteil Blütenhonig enthalten, ist aber mehrheitlich Honigtauhonig. Auch Eichenhonig stammt aus Honigtau.
Der Honigtauhonig enthält keine Proteine, reicht deshalb nicht aus für die Fütterung der Bienenlarven. Ein Überangebot an diesem Honig kann Bienen krank machen. Deshalb entfernen ihn Imker vor dem Winter.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) honeydew, (pt.) melada, (sp.) mielada, melado, rocío de miel, (fr.) miellat, (it.) melata, (ru.) медвяная падь, падь


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