Lein

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Lein (Flachs; Linum usitatissimum; Linaceae)

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Blühender Lein

Lein ist ein einjähriges Kraut, heimisch in der Region von Mesopotamien bis zum Nil, heute angebaut in vielen Teilen der Erde, mit Samen, die größer sind als diejenigen der Wildform. Vielfach kommt Lein verwildert vor.

Genutzt wird der Stiel für Fasern.

Leinsamen werden medizinisch und kulinarisch genutzt, und man gewinnt aus ihnen das Leinöl, das in Speisen und vor allem technisch genutzt wird, etwa für Firnis.

Inhaltsstoffe:

Öl mit Essig-, Öl- und Linolsäure und mit Omega-3-Fettsäuren; Enzyme Lipase und Linase, Lecithin, Zucker, Pektine, Schleime, Schwefel, Calcium, Eisen.

Gesundheitswert:

Die Samen sind abführend, man nutzt sie bei Verstopfung und Reizdarm.

Sie sind entzündungswidrig und erweichend, äußerlich nutzt man sie auf Furunkeln, Abszessen, Insektenstichen, Hämorrhoiden und Schuppenflechte.

Leinsamen sind auswurffördernd, gut bei Katarrhen, Bronchitis und Asthma.

Zudem nutzt man sie gegen Gallensteine und schmerzhafte Monatsblutung.

Vergessen wir auch nicht den Nährwert der Samen und des Öles.

Einer Mischung aus Leinöl und Quark schreibt man antikarzinogene Wirkung zu.

Die Fasern werden (nicht nur) in der Chirurgie genutzt.

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Leinsamen

Zubereitungen:

Rohe Samen, z. B. in Salaten, Müesli und Brot.

Absud der Samen: 30 g pro Liter Wasser, 5 Minuten kochen.

Leinöl, durch Pressung der Samen gewonnen, für innere und äußere Anwendung, zum Essen oft mit Quark gemischt.

Der Hauptnutzen des Leinöles ist technisch, man tut es auch in Seifen.

Gemahlene Leinsamen in heißes Wasser eingerührt, als Umschlag auf Furunkel, mit Wechseln zwischen heißem und kaltem Umschlag.

Warnungen und Gegenanzeigen:

Gemahlener Leinsamen wird schnell ranzig, daher muss man ihn immer frisch gemahlen verwenden.

Auch das Öl wird schnell ranzig, man muss es vor Sonneneinstrahlung und Hitze geschützt aufbewahren.

Wegen ihrer abführenden Wirkung kann übermäßiger Konsum von Leinsamen zu Durchfall führen.

Leinsamen verzögern die Aufnahme mancher Medikamente, daher sollte man zwischen Medikamentennahme und vorhergehendem oder anschließendem Genuss von Leinsamen eine halbe bis ganze Stunde warten.

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Leinfeld

Namen in anderen Sprachen:

(en.) flax, (pt.) linho, (sp., it.) lino, (fr.) lin, (ru.) лён

Leinsamen: (en.) linseed, (pt.) linhaça, (sp.) linaza, (fr.) graine de lin, (it.) semi di lino, льняные семена

Leinöl: (en.) linseed oil, (pt.) óleo de linhaça, (sp.) aceite de linaza, (fr.) huile de lin, (it.) olio di lino, (ru.) льняное масло

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