Moorbeere

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Moorbeere (Rauschbeere, Vaccinium uliginosum; Ericaceae)

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Moorbeere

Die Moorbeere ist ein laubabwerfender Zwergstrauch in den gemäßigten bis kühlen Zonen der Nordhalbkugel.

Die Beeren sind essbar, aber nicht sehr schmackhaft. Wir werden sie wohl nicht in größeren Mengen essen, wenn wir nicht vorm Verhungern stehen.

Der Name „Moorbeere“ wird auch für die Moosbeere verwendet. Eine Verwechslung ist bei Anblick der Früchte unmöglich.

Ethnobotanik:

Einige Traditionen schreiben den Beeren zu, sie würden einen Rausch erzeugen. Darauf beziehen sich der deutsche Name „Rauschbeere“ und andere Namen (schwedisch „odon“, russisch „пьяника“). Möglicherweise geht das Gerücht darauf zurück, dass man die Beeren in der Regel nicht als solche isst, sondern eher Wein draus macht.

Medizinisch werden die Früchte und Blätter genutzt.

Inhaltsstoffe:

Fructose, Glucose, Äpfelsäure, Gerbstoffe, Arbutin.

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Blühende Moorbeere

Gesundheitswert:

Die Früchte wirken adstringierend, wundheilend, antiseptisch, karminativ, entzündungshemmend und fiebersenkend.

Die Blätter senken den Blutzuckerspiegel (wie diejenigen der Heidelbeere).

Zubereitungen:

Die Beeren als Frischobst oder in Marmelade.

Saft oder Wein der Beeren.

Tee aus getrockneten Beeren.

Tee aus den Blättern.

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Geerntete Beeren

Warnungen und Gegenanzeigen:

Einige Personen sprechen von Kopfschmerzen nach dem Konsum der Beeren; möglicherweise kommt das von einem gelegentlichen Pilzbefall, deshalb ist es ratsam, an einem Ort erst einmal mit kleinen Mengen anzufangen.

Der Verkauf der Beeren ist verboten, da das Gesetz sie als giftig behandelt.

Namen in anderen Sprache:

(en.) bog whortleberry, Northern bilberry, (sp.) arándano negro, (fr.) myrtille des marais, (surselv.) muschin, (it.) begolo, mirtillo delle paludi, mirtillo falso, (ru.) голубика, пьяника

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