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Orangenbaum (Apfelsinenbaum; Citrus sinensis; Rutaceae)

Der Orangenbaum wird wie andere Zitrusbäume in den immerfeuchten und winterfeuchten Subtropen angepflanzt, viel im Mittelmeergebiet.
Wir wissen schon, dass die Frucht, die Orange oder Apfelsine, essbar ist (nach Entfernung der Schale).
Die Schale können wir, sofern sie nicht behandelt ist, zur Teebereitung oder zum Reiben für Süßspeisen wie Kuchen verwenden.
Wenn eine Orange halb verfault ist, können wir sie den Hühnern geben. Die Schale können wir einweichen und auf den Kompost geben.
Die Orangenblüten können wir für Tee nehmen (wofür man allerdings oft diejenige vom Pomeranzenbaum nimmt).
Inhaltsstoffe:
Blätter: Essigsäure.
Früchte: Vitamin C (50 mg/100 g), ätherisches Öl mit Limonen, Zucker, Essigsäure, Kalium.
1% Proteine, 0,2% Fett, 10% Kohlenhydrate, 2% Ballaststoffe.
Fruchtschale: ätherisches Öl, viel Vitamin C und Beta-Carotin
Blüten: ätherisches Öl, Pektin, Vitamin C.

Gesundheitswert:
Die Orange regt den Appetit an und regelt die Verdauung, sowohl gegen Durchfall als auch gegen Verstopfung.
Sie ist harntreibend.
Sie ist oxidationshemmend.
Wegen des Vitamin-C-Gehaltes sind Orangen wirksam gegen Skorbut und Erkältungen.
Sie helfen gegen Schlaflosigkeit.
Den Schalen wird nachgesagt, dass sie den Cholesterinspiegel senken; wofür das gut sein soll, wird meist nicht erklärt.
In äußerlicher Anwendung sind sowohl die Früchte als auch die Blätter wundheilend.
Die Blüten sind aromatisch, appetit- und verdauungsanregend und blähungstreibend, sie werden gegen Durchfall eingesetzt.
Sie sind krampflösend und beruhigend.
Auch gegen Husten und Halsschmerzen werden sie genommen.
Orangenblütenhonig ist beruhigend, wundheilend und krebshemmend.

Zubereitungen:
Gegessene Früchte (ohne Schale), auch in Salaten und Müeslis.
Fruchtsaft; am besten frisch gepresst zu genießen, da sich das Vitamin C bei Luftkontakt zersetzt.
Wir können die Orangen auch mit Schale (sofern diese unbehandelt ist) in den Entsafter tun. Das Ergebnis ist etwas bitter und nicht aller Menschen Geschmack. Den Rückstand können wir ins Müesli tun oder den Hühnern geben.
Ätherisches Öl zur äußerlichen Anwendung bei Massagen.
Blätter in Umschlägen.
Tee aus den Schalen (meistens in Kombination mit Kräutern).
Orangenblütentee.
Orangenblütenhonig, auch mit Milch oder Joghurt, äußerlich auf Wunden.
Isoliertes ätherisches Öl der Blüten.

Gegenanzeigen und Warnungen:
Menschen mit einer Allergie gegen Zitrosfrüchte dürfen weder die Orangen noch andere Teile der Pflanze nutzen.
Wenn man die Blüten pflückt, muss man berücksichtigen, dass an der betreffenden Stelle keine Frucht mehr kommt, besser sammelt man die heruntergefallenen Blüten auf.
Den Saft darf man nicht in Aluminiumgefäßen aufbewahren, da die Säure Atome herauslöst, die sich im Gehirn festsetzen.
Es versteht sich von selbst, dass man gewachste oder gespritzte Orangenschalen nicht verwendet.
Das ätherische Öl der Orangenblüten hat einige Gegenanzeigen: Es ist (zumindest in innerlicher Anwendung) nicht angesagt während der Schwangerschaft oder der Stillzeit, nicht für Kinder unter 6 Jahren und nicht bei Magenentzündung.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) orange tree, (pt.) laranjeira, (span.) naranjo, (fr.) oranger, (it.) arancio, (ru.) апельсин
Orange: (en.) orange, (pt.) laranja, (span.) naranja, (fr.) orange, (surselv.) pumaranza, (it.) arancia, (ru.) апельсин, (lat.) MALVM AVREVM
Orangenblüte: (en.) orange blossom, (span.) azahar, (fr.) fleur d’oranger, (it.) zagara, (ru.) флёрдоранж
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