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Steinklee (Honigklee; Melilotus; Fabaceae)

Der Steinklee kommt in verschiedenen Arten vor. Der Gelbe oder Echte Steinklee (Melilotus officinalis) ist eine europäische Art, die andernorts als Neophyt vorkommt. Ebenso ist der in Europa und Nordafrika heimische Weiße Steinklee (Melilotus albus) heute weit verbreitet. Der Elegante Steinklee (Melilotus elegans) ist eine mediterrane Art.
Genutzt wird der Steinklee wegen seines Aromas und – insbesondere der Gelbe Steinklee – wegen seiner Heilwirkungen. Wegen seines Cumarins riecht er beim Trocknen ähnlich wie Waldmeister und Ruchgras.
Steinklee wird auch als Gründüngung und als Viehfutter angebaut. Er liefert eine Nektartracht für Honigbienen und verschiedene Wildbienen.
Falls wir Steinklee selber anbauen wollen, müssen wir berücksichtigen, dass die Samen zum Keimen eine kühle Phase brauchen.
Inhaltsstoffe:
Cumaringlykoside, Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine.
Gesundheitswert:
Das Cumarin des Steinklees verdünnt das Blut und wird deshalb bei Durchblutungsstörungen wie Veneninsuffizienz, bei Schwellungen, Thrombose, Embolie, Ödemen und Krampfadern eingesetzt.
Steinklee wirkt schweißtreibend sowie als Karminativum.
Äußerlich wird er auf Schwellungen gegeben.

Zubereitungen:
Tee.
Umschlag.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Bei Neigung zu Blutungen darf man den Steinklee nicht anwenden.
Steinklee verstärkt auch die Monatsblutung.
Überdosierung von Cumarin-haltigen Pflanzen kann zu Kopfschmerzen führen.
Bei längerer Anwendung wird die Kontrolle der Leberwerte empfohlen.
Schwangere und stillende Frauen sollten mit Steinklee zurückhaltend sein.
An verschimmeltem Steinklee in Heu oder Silage können Tiere sterben, da sich dort das Cumarin in Dicumarol umgewandelt hat, das zu tödlichen Blutungen führt und die Aufnahme von Vitamin K verhindert.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) sweet clover, (pt., it.) meliloto, (span.) trébol de olor, (fr.) mélilot, (ru.) донник
Externer Link:
Steinkleevergiftung bei Tieren (engl.)



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