Was tun? > Hausmedizin > Zubereitung > Sirup

Das Wort Sirup ist im Deutschen doppeldeutig. Es bezeichnet einerseits einen eingedickten zuckerhaltigen Saft (etwa Ahornsirup), andererseits eine Zubereitung aus Zucker (das kann natürlich auch Honig sein). Im Spanischen unterscheidet man: Ersteres heißt sirope, Letzteres jarabe. Hier geht es nur um das Letztere.
In manchen Fällen ist der Sirup die angemessene Zubereitung einer Pflanze. Dieser schmeckt meist auch den Kindern.
Man gibt Blätter eines Krautes oder auch eines Baumes in Zucker (das kann brauner Zucker sein), eventuell mit etwas Wasser, sofern die Pflanze nicht feucht genug ist, oder in Honig, man lässt die Mischung einige Wochen mazerieren und seiht sie ab. Hier gehen einige wasserlösliche Stoffe in den Sirup über.
So einen Sirup bereitet man gegen Husten aus Spitzwegerich und Huflattich.
Auch aus Fichten-, Tannen– oder Kiefernnadeln bereitet man einen Sirup, indem man sie drei Wochen in Honig lässt und dann abseiht. Mit Zucker ist es in diesem Fall schwieriger.
Hier noch ein Rezept für Steinkleesirup: Ich nehme ein paar Zweige vom Steinklee und lasse sie ein paar Tage antrocknen (da Steinklee sein Aroma erst mit dem Trocknen entfaltet). Dann gebe ich das Material in einen verschließbaren Behälter und bedecke es mit Honig. Ich tue den Deckel drauf und lasse das ganze ein paar Wochen einwirken.

Dann erhitze ich das Ganze im Wasserbad so weit, dass der Honig halbwegs flüssig ist. Nun schütte ich das Ganze in ein Teesieb. Unten kommt der stark aromatisch schmeckende Sirup heraus. Ich lasse das Pflanzenmaterial noch eine Weile im Sieb, dass möglichst viel Honig hinunterfließt. Zum Schluss gebe ich den Steinklee in den Kompost.
Namen in anderen Sprachen:
(en.) syrup, (pt.) xarope, (span.) jarabe, (fr.) sirop, (it.) sciroppo, (ru.) сироп


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