Kiefer (Pinus; Pinaceae)

Die Kiefern sind eine Gattung der Nadelbäume, auf der Nordhemisphäre heimisch.
Zu den mitteleuropäischen Arten gehören:
- die Waldkiefer (Föhre, Forle; Pinus sylvestris),
- die Bergkiefer (Pinus mugo) mit den zwei Unterarten
- Latsche (Legföhre; Pinus mugo subsp. mugo; Synonym: Pinus pumilio) und
- Spirke (Moor-Bergkiefer, Moorkiefer; Pinus mugo subsp. rotundata; Synonym: Pinus uncinata var. rotundata) und
- in den Alpen die Arve (Zirbelkiefer).
Zu den mediterranen Arten gehören:
- die Schwarzkiefer (Pinus nigra),
- die Pinie (Schirmpinie) und
- die Aleppokiefer (Pinus halepensis).
Auf den Kanarischen Inseln gibt es die endemische Kanarische Kiefer (Pinus canariensis).
Zu den Pilzen, die Mykorrhiza der Kiefern bilden, gehören Butterpilz, Kiefern-Reizker und Fliegenpilz.
Genutzt wird v. a. das Holz. Kiefernholz (in Mitteleuropa fast nur von der Waldkiefer genutzt) ist Weichholz, aber etwas härter als Fichtenholz. Man fertigt daraus Möbel und Innenausbau. Für die Verwendung im Außenbereich muss das Holz behandelt werden. Auf den Kanaren ist die dortige Kiefer der wichtigste Holzlieferant.
Kiefer ist auch gutes Brennholz. Es brennt schnell und ist wegen des Harzes zum Anzünden geeignet.

Aus dem Harz (z. B. der Aleppokiefer) bereitet man Kiefernpech, z. B. zum Kalfatern von Booten.
Die Pinie und die Arve liefern essbare, fettreiche Samen (Pinienkerne, Zirbelnüsse).
Die Nadeln können für Tee oder Sirup verwendet werden.
Außerdem machen Honigbienen aus dem Honigtau von Kiefern Honig.
Zusammensetzung:
Borke: Trementin.
Nadeln: ätherisches Öl.

Gesundheitswert:
Die Borke wirkt auswurffördernd und fiebersenkend.
Auch bei Geschwüren setzt man sie ein.
Die Nadeln wirken auswurffördernd und werden bei Husten und Bronchitis eingesetzt.
Sie wirken außerdem harntreibend.
Das Harz wird bei Lungenstörungen eingesetzt.
Die Zweigknospen nutzt man bei Bronchitis, Atemwegskatarrhen und Tuberkulose.
Trementin wirkt gegen Rheuma und Gicht.

Zubereitungen:
Tee aus Zweigspitzen oder Nadeln.
Absud der Borke: 10 g pro Liter Wasser, auch äußerlich zum Waschen von Geschwüren.
Dampf der Nadeln in erhitztem Wasser zum Inhalieren.
Sirup mit Kiefernnadeln.
Isoliertes Trementin.
Trementinessenz zur äußerlichen Anwendung.
Kiefernhonig.
Warnungen und Gegenanzeigen:
Isoliertes Trementin ist nicht für den Hausgebrauch, da es giftig ist; hieraus macht man Terpentin, das nicht für den menschlichen Konsum bestimmt ist.
Bei empfindlichen Menschen kann die Inhalation des Dampfes den Arteriendruck erhöhen.
Da sich Kiefernnadeln nicht gut zersetzen, ist es nicht ratsam, sie in großer Menge auf den Kompost zu geben; ein paar (etwa vom Teebereiten) sind unproblematisch.

Namen in anderen Sprachen:
(en.) pine, (pt.) pinheiro, (span., it.) pino, (fr.) pin, (ru.) сосна









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