Fenchel

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Fenchel (Foeniculum vulgare; Apiaceae)

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Anbau von Fenchel

Fenchel ist ein ausdauerndes Kraut des Mittelmeergebietes, vor allem in Küstennähe, verbreitet an Wegrändern und auf verlassenen Äckern, heute auch in anderen gemäßigten Gebieten verbreitet.

Die Kulturform hat Blätter mit vergrößerten Blattbasen, die wir als Gemüse essen, am besten natürlich aus Eigenanbau.

Die Früchte und Blätter und die Wurzel (sowohl der wilden als auch der kultivierten Form) können kulinarisch und medizinisch genutzt werden.

Der Fenchel dient Schmetterlingen als Nektarpflanze und dem Schwalbenschwanz als Futterpflanze.

Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl mit Cineol und Anethol, Fette, Vitamin C, Calcium, Eisen, Magnesium.

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Wilder Fenchel

Gesundheitswert:

Fenchel ist blähungstreibend (v. a. die Früchte), harntreibend, verdauungsfördernd und appetitanregend.

Da bei einer stillenden Mutter das ätherische Öl in die Milch übergeht, kann sie Fenchel essen, um Blähungen des Säuglings zu behandeln.

Darüber hinaus ist Fenchel auswurffördernd, schleimlösend und krampflösend.

Wegen des Anethols ist er süß.

Er fördert den Milchfluss in der Stillzeit, hierfür nutzt man v. a. die Früchte.

Als Gemüse hilft er bei Blutarmut.

Bei äußerlicher Anwendung wirkt er wundheilend und hemmt den Haarausfall.

Man nutzt ihn zur Desinfektion der Augen.

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Blätter des wilden Fenchels

Zubereitungen:

Tee: 10 g Früchte (am besten zerkleinert) oder 25 g Blätter pro Liter Wasser, mindestens 10 Minuten ziehen lassen.

Als Gemüse vor allem die Knolle des kultivierten Fenchels, zum Beispiel mit Hülsenfrüchten, um die von diesen erzeugten Blähungen zu vermeiden; sehr geschätzt im Ofen mit Käse überbacken.

Umschläge aus frischen Blättern für Wunden.

Tee aus getrockneten Blättern zum Einreiben der Kompfhaut gegen Haarausfall.

Fenchelhonig: Honig mit ca. 0,05% ätherischem Öl des Fenchels.

Warnungen und Gegenanzeigen:

Das isolierte ätherische Öl ist giftig, es erzeugt Zuckungen, Zittern, Atemprobleme und Halluzinationen; auch verdünnt kann es problematisch sein.

Die Früchte sollte man nicht massenweise verzehren, insbesondere während der Schwangerschaft sind sie problematisch.

Manche Menschen erleben nach dem Fenchelkonsum eine Fotosensibilisierung, d. h., sie müssen direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.

Wer wilden Fenchel sammelt, muss ihn von Giftpflanzen unterscheiden können, etwa dem Riesenfenchel; das ist einfach, wenn man den Geruch in Erinnerung hat (der Riesenfenchel ist geruchlos).

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Frisch gepflanzter Fenchel

Anbau:

Pflanze ohne Ansprüche bezüglich Exposition, Düngung und Feuchtigkeit.

Nach dem Pflanzen liegen die Pflänzchen manchmal zuerst, statt aufrecht zu stehen, das ist nicht besorgniserregend, es gibt sich normalerweise.

Es ist schwierig, wilden Fenchel umzupflanzen wegen seiner langen Pfahlwurzel, besser gekauftes Pflanzgut oder Samen verwenden.

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Dolden des wilden Fenchels mit jungen Früchten

Namen in anderen Sprachen:

(en.) fennel, (pt.) funcho, (span.) hinojo, (fr.) fenouil, (surselv.) finotg, (it.) finocchio, (ru.) фенхель

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