Was tun? > Zubereitungen > Eierlikör

Eierlikör macht man anders als Obst- oder Kräuterlikör. Und selbstgemachter Eierlikör ist natürlich viel besser als der gemeinhin zu kaufende! Der nach dem folgenden Rezept bereitete Eierlikör darf gar nicht unter dieser Bezeichung verkauft werden, denn kommerzieller Eierlikör darf weder Milch noch Rahm enthalten.
Einen Eierlikör bereitet man ohne die Mazeration anderer Liköre.
Ich nehme 8 Eidotter (von unseren eigenen Hühnern) und mische sie mit 250 g (braunem) Zucker. Ich bringe ein wenig Milch zum Sieden mit einer zerkleinerten halben Vanilleschote (nun gut, für meine Botanikkollegen: es ist natürlich fachlich korrekt keine Schote, sondern eine Beere). Ich mische alles und verrühre es mit einer Gabel. Danach füge ich 250 ml Rahm hinzu (das kann auch Schafsrahm sein). Zuletzt mische ich alles mit 350 g von einem geschmacklich eher neutralen hochprozentigen Getränk wie Wodka oder Strohrum und erhitze die Mischung im Wasserbad, ohne dass sie siedet, bis sie eine dicke Konsistenz bekommt.
Den Eierlikör gebe ich in ein verschließbares Glas oder eine Flasche. Falls du ihn in eine Flasche tust, berücksichtige, dass er beim Abkühlen noch fester wird und es schwierig werden kann, ihn aus der Flasche herauszubekommen. Lass dann etwas Raum, um nachher Milch oder Wodka hinzufügen und schütteln zu können.
Und nun kannst du den Eierlikör zur Verzierung auf eine Süßspeise tun, zum Beispiel auf Eis.

Gegenanzeigen und Warnungen:
Es versteht sich von selbst, dass man bei so einem hochprozentigen alkoholischen Produkt die Gegenanzeigen des Alkohols berücksichtigt; ebenso diejenigen des Zuckers, etwa bei Diabetes.
Allergien und Unverträglichkeiten gegenüber Milch oder Eiern müssen auch berücksichtigt werden.
Namen in anderen Sprachen:
(en., pt., sp., fr., it.) advocaat, (ru.) адвокат
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